Petra Vlhova ist auch im Nachtslalom von Flachau die Schnellste. Die Slowakin gewinnt vor Anna Swenn Larsson und Mikaela Shiffrin. Wendy Holdener wird Vierte, sieben Hundertstel hinter Shiffrin.

Sechs Zehntel holte Vlhova im ersten Lauf als Reserve heraus. Am Ende wurde es dennoch sehr eng im Kampf um den Siegercheck von 70'000 Euro. Überraschenderweise war es nicht Mikaela Shiffrin, sondern die Schwedin Anna Swenn Larsson, die sich mit Bestzeit im zweiten Durchgang als mögliche neue Ski-Prinzessin von Flachau aufdrängte und zugleich Wendy Holdener den Sprung aufs Podest verbaute.

Swenn Larsson wäre die erste Slalomsiegerin seit 25 Rennen und seit 2017 gewesen, die nicht Vlhova oder Shiffrin heisst. Doch während Shiffrin auch im zweiten Lauf für ihre Verhältnisse schwächelte, rettete Vlhova zehn Hundertstel ins Ziel. Die Slowakin verteidigte damit ihren Vorjahressieg an dem mit 174'000 Euro höchstdotierten Weltcuprennen der Frauen und triumphierte zum zweiten in Folge in diesem Winter im Slalom. "Eine wichtige Bestätigung" sei dieser Sieg, erklärte Vlhova. Sie fühle sich derzeit sehr gut und habe volles Vertrauen auf den Ski.

Shiffrin keine Überfahrerin mehr

Mikaela Shiffrins Dominanz im Slalom bröckelt derweil in diesen Tagen. Nachdem ihre Serie nach dem Jahreswechsel in Zagreb nach sechs Siegen gerissen ist und sich das Umfeld in den letzten Tagen darüber beschwert hatte, dass Vlhovas Betreuer ihre Trainings jeweils sehr genau beobachten würden, wirkte die Seriensiegerin keineswegs mehr wie eine Überfahrerin.

Zum ersten Mal seit fünf Jahren liess sich die Athletin aus Colorado in ihrer Paradedisziplin zwei Siege in Folge entgehen, zum erst zweiten Mal in den letzten 25 Slaloms war sie schlechter als Zweite. Auch wenn Petra Vlhova die Konkurrenz diesmal nicht wie in Zagreb deklassierte: In der Person der Slowakin ist Shiffrin eine Konkurrentin auf Augenhöhe entwachsen.

Holdeners fehlende Hundertstel

Wendy Holdener scheint im Bestreben nach dem ersten Slalomsieg gegenüber den beiden Vorreiterinnen derzeit etwas im Hintertreffen. Mit einem starken zweiten Durchgang und der zweitbesten Laufzeit brachte sie sich nach Zwischenrang 5 bei Halbzeit aber nahe an ihr 24. Weltcup-Podest in dieser Disziplin heran. Lediglich sieben Hundertstel fehlten ihr dazu. Das Hundertstel-Pech sorgte auch dafür, dass Holdener weiterhin seit Ende 2013 in Courchevel nie in einem Slalom vor Shiffrin klassiert war (2017 war sie in Flachau mit Shiffrin zeitgleich Dritte).

Fünf Positionen hinter Holdener war Michelle Gisin als Neunte die zweitbeste Schweizerin. Die Allrounderin aus Obwaldnerin, die Ende Dezember in Lienz zum ersten Mal aufs Slalompodest gestiegen ist, bestätigte sich damit als konstante Top-10-Fahrerin im Stangenwald. In vier der fünf bisherigen Slaloms und in zehn der letzten elf, zu denen sie antrat, war sie in den Top 10, dazu in Zagreb Zwölfte.

Auch Aline Danioth, die zuletzt zweimal zu den Top 10 gehörte, hielt als Zwölfte ihr Niveau. "Eigentlich ist es ein super Resultat. Aber nach den letzten Rennen steigen auch die Erwartungen", sagte Danioth. Elena Stoffel, die dritte Schweizerin im zweiten Lauf, erreichte den ansprechenden 18. Schlussrang.

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