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"Das ist die Situation eines typischen Selbstmordanschlags", sagte der bayrische Innenminister Joachim Herrmann zum explodierten Sprengsatz bei einem Musikfestival in Ansbach.

KEYSTONE/AP/MATTHIAS SCHRADER

(sda-ats)

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hält es für wahrscheinlich, dass der Bombenanschlag von Ansbach das Werk eines islamistischen Selbstmordattentäters gewesen ist. Konkrete Beweise fehlen zwar. Er zieht diesen Schluss aber aus den äusseren Umständen.

"Meine persönliche Einschätzung ist, dass ich es leider für sehr naheliegend halte, dass hier ein echter islamistischer Selbstmordanschlag stattgefunden hat", sagte Herrmann am frühen Montagmorgen der Nachrichtenagentur dpa.

Auf die Frage, ob der Täter im Zusammenhang mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) stehe, sagte der Minister: "Es ist dies auf jeden Fall nicht auszuschliessen." Konkrete Hinweise auf den IS gebe es allerdings noch nicht.

"Aber nachdem er einen Rucksack mit Sprengstoff hatte, in dem gleichzeitig auch viele scharfkantige Metallteile gepackt waren, die ja geeignet sind im Zusammenhang mit einer solchen Bombe dann möglichst viele Menschen im Umkreis zu verletzen, müssen wir davon ausgehen dass es keine reine Selbstmordtat war, sondern dass er möglichst viele Menschen mit ins Verderben stürzen wollte."

Hermann sagte weiter: "Das ist die Situation eines typischen Selbstmordanschlags." Das sei noch nicht endgültig bewiesen, nur die äusseren Umstände deuteten darauf hin. "Die Kriminalpolizei wird jetzt in den nächsten Stunden und Tagen alles unternehmen, um dies restlos aufzuklären."

Bei dem Attentat am späten Sonntagabend waren zwölf Menschen verletzt worden, drei davon schwer. Der Täter ist laut Herrmann ein 27-jähriger Flüchtling aus Syrien, dessen Asylantrag vor einem Jahr abgelehnt wurde. Der Mann soll auch bereits zweimal versucht haben, sich das Leben zu nehmen.

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SDA-ATS