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Die Zahl der Flüchtlinge, die über Libyen auf dem Seeweg nach Italien gelangen wollen, steigt. Die Boote sind meist überfüllt und drohen unterzugehen. (Archiv)

KEYSTONE/AP SOS Mediterranee/PATRICK BAR

(sda-ats)

Italienische Schiffe haben binnen 24 Stunden fast 1800 Flüchtlinge aus Booten im Mittelmeer gerettet. Die Marine teilte am Freitag mit, die Bootsinsassen seien in Nordafrika aufgebrochen und von Schiffen der Marine, der Küstenwache und des Zolls aufgenommen worden.

Über ihre Nationalitäten wurden zunächst keine Angaben gemacht. An den insgesamt zehn Einsätzen seien die EU-Grenzschutzbehörde Frontex und die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) beteiligt gewesen. Die Geretteten würden nun nach Sizilien gebracht.

Hilfsorganisationen zufolge ist der Seeweg zwischen Libyen und Italien inzwischen zur wichtigsten Route für Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa geworden. Mit steigenden Temperaturen wird auch wieder mit einem zunehmenden Flüchtlingszustrom gerechnet.

Politiker in Europa schätzen die Zahl der Flüchtlinge, die in Libyen auf eine Überfahrtmöglichkeit nach Europa warten, auf mehrere Hunderttausend. Nach der Vereinbarung der EU mit der Türkei ist die Zahl der Flüchtlinge, die von der Türkei in Richtung Griechenland aufbrechen, deutlich zurückgegangen.

sda-ats

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