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Ein italienischer Strand während der sommerlichen Hochsaison (Archiv)

KEYSTONE/AP/ANDREW MEDICHINI

(sda-ats)

Die italienischen Badeorte feiern einen "goldenen" Ferragosto. Kurz vor dem Festtag Mariä Himmelfahrt und Höhepunkt der Tourismus-Saison in Italien am Montag sind die Strände voll.

Das als sicheres Ferienziel betrachtete Land freut sich über den Sturm auf die Strandbäder, die nach Angaben des Betreiberverbands CNA komplett ausgebucht sind.

Die Misere der Krisenjahren, als viele Italiener auf ihre Sommerferien verzichten mussten, scheint vergessen zu sein. Auch die ungewisse internationale Lage treibt die meisten Italiener an die heimischen Strände.

Die Touristikbranche rechnet mit einem weiteren Boom im September. Vor allem Sardinien, Sizilien und Apulien seien zu dieser Jahreszeit beliebt.

Viel Verkehr, leere Städte

Experten rechnen mit einem verkehrsintensiven Wochenende auf den Strassen. Über zehn Millionen Fahrzeuge werden ab Samstag unterwegs sein. Die nationale Autobahngesellschaft erwartet lange Kolonnen an den Grenzübergängen.

Die Städtetouristen aus dem Ausland dürfen hingegen aufatmen. Denn die Chancen, endlich einmal in Rom oder Mailand einen Parkplatz zu finden oder nicht in voll gestopften Bussen und U-Bahnen zu schwitzen, stehen in den Tagen rund um Ferragosto gut.

Das Phänomen der Massenflucht aus den Metropolen ist in diesem Jahr jedoch abgeschwächt. Ein Grossteil der Geschäfte bleibt offen. Wegen der immer noch angespannten Konjunktur verzichten viele auf zweiwöchige Geschäftssperren, wie italienische Medien berichteten.

Sicherheitsmassnahmen erhöht

Vor dem Touristenansturm am Montag erhöhten die Behörden in Italien vielerorts die Sicherheitsvorkehrungen. Am Strand von Ostia vor den Toren Roms werden zusätzliche Beamte teils aus dem Umland eingesetzt, wie ein Sprecher des Polizei in Rom sagte. Auch Helikopter sollen über den Stränden kreisen.

An den Häfen wurden angesichts der - weiter abstrakten - Terrorgefahr ebenfalls die Massnahmen verschärft. Vor allem beim Anlegen müssen sich Passagiere auf schärfere Kontrollen einstellen.

Es gebe keinerlei konkrete Hinweise auf Anschläge, sagte Polizeichef Franco Gabrielli nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa. Er kündigte weiter an, dass in 20 Städten besondere Einheiten für mehr Sicherheit sorgen sollen. Sie seien mit spezieller Bewaffnung und besonderen Schutzausrüstungen ausgestattet und sollen künftig auch bei besonders sensiblen Situationen zum Einsatz kommen.

Besonders gegen "einsame Wölfe", die nicht vernetzt seien und sich vielfach über das Internet radikalisiert hätten, gebe es keinen hundertprozentigen Schutz, sagte Gabrielli. "Wir alle sind Ziel dieser Bedrohung."

sda-ats

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