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Das Umfeld prägt schon bei Babys, auf welche Gesichtspartie des Gegenübers sich die Aufmerksamkeit richtet. (Symbolbild)

Peyri Herrera / flickr CC BY-ND 2.0

(sda-ats)

Schon mit sieben Monaten können Babys Emotionen vom Gesichtsausdruck ablesen. Dabei richten sie ihre Aufmerksamkeit je nach Kulturkreis auf verschiedene Partien des Gesichts, wie eine Studie unter der Leitung der Universität Freiburg gezeigt hat.

Die japanische Figur "Hello Kitty" drückt ihre Emotionen allein mit den Augen aus. Ihre Designerin Yuko Shimizu hat ihr keinen Mund verliehen. Darin spiegelt sich der Fokus östlicher Kulturen auf die Augen wider, wenn es darum geht, Gefühle durch die Mimik auszudrücken. Auch Emoticons wie ^_^ für glücklich und T_T für traurig sind typisch, während westliche Kulturkreise mehr auf den Mund fokussieren, mit :-) und :-(.

Bisher war allerdings nicht bekannt, ab welchem Alter sich dieser unterschiedliche Fokus entwickelt. Eine internationale Studie, die von Roberto Caldara von der Uni Freiburg koordiniert wurde, hat sich dieser Frage angenommen. Demnach richten bereits Babys im zarten Alter von sieben Monaten ihr Augenmerk eher auf die Augen oder eher auf den Mund, je nachdem, in welchem Kulturkreis sie leben.

Die Forschenden verfolgten die Augenbewegungen von 77 in England und 76 in Japan geborenen Babys, während diese verschiedene Gesichtsausdrücke betrachteten. Die Kleinkinder aus England fokussierten dabei auf den Mund, die in Japan lebenden auf die Augenregion, wie die Uni Freiburg in einer Mitteilung schrieb.

Dabei war es zudem egal, ob die gezeigten Gesichtern nach einer östlichen oder westlichen Herkunft aussahen. Von ihren Ergebnissen berichteten die Forschenden kürzlich im Fachjournal "Current Biology".

sda-ats

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