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In Luzern hat am Samstag die jährliche Versammlung des Dachverbandes der Schweizer Jugendparlamente (DSJ) begonnen. 150 Jugendliche aus den Kantonen sowie dem Fürstentum Liechtenstein entscheiden dabei über die Ausgestaltung eines nationalen Jugendparlaments.

In den Schweizer Kantonen und Gemeinden sowie in Liechtenstein entstanden in den letzten zwanzig Jahren rund 65 Jugendparlamente und Jugendräte. Auf nationaler Ebene hingegen existiert noch keine solche Institution. Die grösste Schweizer Plattform für jugendpolitische Anliegen ist bisher die jährliche Jugendsession.

Die Teilnehmer der diesjährigen DSJ-Delegiertenversammlung debattieren nun darüber, ob und wie die politische Partizipation von Jugendlichen auf nationaler Ebene zwischen 14 und 25 Jahren verbessert werden soll. Zur Diskussion stehen drei mögliche Varianten. Sie waren vorgängig in einer Bedürfnisanalyse des DSJ entwickelt worden.

Eine Möglichkeit ist die Schaffung eines nationalen Jugendparlaments. Eine weitere Variante sieht mehr politische Kompetenzen für die bestehende jährliche Jugendsession als nationaler Jugendrat vor. Schliesslich wird auch die Schaffung einer ausserparlamentarischen Jugendkommission erwähnt.

Mehr eingebunden sein

Die Schweiz sei in Sachen demokratische Mitsprache ein Vorbild, nicht aber was jene von Jugendlichen anbelange, heisst es in dem 117-seitigen DSJ-Bericht. Bisher seien es vor allem die Erwachsenen, die sich im Namen der Jugend in die politischen Prozesse einbrächten.

Es gebe auf nationaler Ebene keine Organisation, die gut in den politischen Prozess eingebunden sei und vielen Jugendlichen die Chance zum mitmachen biete. Eine vom DSJ-Vorstand eingesetzte Projektgruppe soll nach der Tagung in Luzern dem Thema annehmen.

Neben der Schaffung eines Jugendparlaments stehen auf der Traktandenliste der DSJ-Versammlung in Luzern weitere Entscheide. Dazu zählen die Schwerpunkte des Verbands im laufenden Jahr, die Strategie für die nächsten zwei Jahre sowie das Budget.

sda-ats

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