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Kräftige Windböen in den Bergen - 17 Grad in Vaduz und Altdorf

Bern - Der Heiligabend wird vor allem in den Bergen ein stürmischer Feiertag. Der Föhn erreichte in der Nacht Spitzen von fast 130 Stundenkilometer. In die Täler dürfte der Föhn im Laufe des Tages durchdringen.
Am heftigsten wehte der Wind in der Nacht auf der Waadtländer Les Diablerets (128 km/h), wie Reto Vögeli, Meteorologe bei Meteonews, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Weitere Spitzenwerte registrierte der private Wetterdienst Meteonews in der Innerschweiz mit 117 km/h auf dem Titlis und 109 km/h auf dem Gütsch ob Andermatt.
Diese Werte seien für Bergregionen noch nicht besonders hoch, sagte Vögeli. In den Föhntälern habe sich der Wind auch noch kaum bemerkbar gemacht: Nur in Chur und Visp wurden nahezu 60 km/h gemessen, was die Temperaturen sofort auf bis fast 10 Grad ansteigen liess. Im Mittelland betrugen die Temperaturen 0 bis 3 Grad.
Im Laufe des Tages könnte der Föhn laut Vögeli aber auf bis zu 80 oder 100 Stundenkilometer auffrischen. Das sei aber nur ein "gemässigter Föhnsturm".
Dennoch macht er noch die letzte Hoffnung auf weisse Weihnachten in den Niederungen zunichte, da der neuerliche Föhn auch noch den letzten Rest Schnee schmelzen dürfte. Ein stärkerer Föhnsturm hat bereits zu Wochenbeginn der weissen Pracht den Garaus gemacht.
In der Innerschweiz haben sich die Sturmböen direkt auf den Verkehr ausgewirkt: Die Seilbahn zwischen Stöckalp und Melchsee-Frutt konnte nicht mehr fahren, wie es in einer Bahnverkehrsinformation der SBB heisst. Wie lange der Betrieb eingestellt ist, ist noch nicht klar.
Der starke Wind hat in den Bergen auch die Lawinensituation verschärft. In Teilen des Kantons Graubünden herrscht laut dem Schnee- und Lawinenforschungsinstitut (SLF) in Davos grosse Lawinengefahr. Dies entspricht der zweithöchsten Warnstufe. Im übrigen Alpenraum ist die Gefahr erheblich.

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