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George W. Bush stellte bereits am Dienstag sein Buch "Portraits of Courage: A Commander in Chief's Tribute to America's Warriors" vor. Die Ausstellung mit den entsprechenden Bildern wird am (heutigen) Donnerstag eröffnet.

Keystone/AP/DAMIAN DOVARGANES

(sda-ats)

Der frühere US-Präsident George W. Bush hat nach seiner Amtszeit den Füllfederhalter gegen den Pinsel ausgetauscht - in einer neuen Ausstellung zeigt der 70-Jährige nun Porträts von Soldaten.

Bis zum 1. Oktober sind die Ölgemälde im George W. Bush Presidential Center in Dallas im Bundesstaat Texas zu sehen. Bush will mit seinen "Porträts des Mutes" verwundete und traumatisierte US-Soldaten würdigen, die unter seinem Befehl im Einsatz waren. "Es sind Geschichten des Muts, der Verletzung, Heilung, Hilfsbereitschaft", sagte der frühere Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte am Mittwoch, einen Tag vor der Ausstellungseröffnung.

Alle porträtierten Soldaten waren nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 in Afghanistan oder dem Irak stationiert. Bush traf sie alle persönlich, auch wenn er sich beim Malen wie bei vorherigen Arbeiten an Fotos orientierte.

Matt Amidon vom George W. Bush Institute sagte, die Veteranen hätten es "unglaublich wichtig gefunden, dass sich ein ehemaliger Oberbefehlshaber die Zeit nimmt, sie zu malen." Am Dienstag wurde das dazugehörige Buch mit den 66 Porträts veröffentlicht. Es heisst "Portraits of Courage" und trägt den Untertitel "Eine Hommage des Obersten Befehlshabers an Amerikas Krieger".

Malen wie einst Churchill

Bush hat nie öffentlich Bedauern darüber geäussert, sein Land Ende 2001 in den Afghanistan- und im Frühjahr 2003 dann in den Irak-Krieg geführt zu haben. Hunderttausende Zivilisten kamen dabei ums Leben. Im Internetdienst Instagram würdigt er jedoch ausdrücklich die "aussergewöhnlichen Männer und Frauen, die bei der Ausführung meiner Befehle verletzt wurden". Solange er lebt, will er die Gemälde nicht verkaufen, sondern seiner Stiftung überlassen.

Seit seinem Ausscheiden aus der Politik 2009 tritt der 43. Präsident der USA nur noch selten in der Öffentlichkeit auf. Anders als Vorgänger wie Jimmy Carter und Bill Clinton lebt er zurückgezogen mit seiner Frau Laura in Dallas. Dort lernte er zu malen, nachdem er gehört hatte, wie sehr dieses Hobby den früheren britischen Premier Winston Churchill erfüllt hatte.

2014 enthüllte Bush erstmals selbstgemalte Porträts von Staatschefs, die er in seiner Zeit als US-Präsident kennengelernt hatte.

SDA-ATS