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Nikolic (l.) und sein politischer Ziehsohn Vucic sind im Rennen um das Präsidialamt auf Konfrontationskurs.

KEYSTONE/AP/DARKO VOJINOVIC

(sda-ats)

Politisches Erdbeben in Serbien: Die beiden wichtigsten Politiker, Regierungschef Aleksandar Vucic und Staatspräsident Tomislav Nikolic, haben einen heftigen Streit darüber begonnen, wer von beiden in Zukunft Staatsoberhaupt sein soll.

Das berichteten die Medien am Donnerstag übereinstimmend in Belgrad. Das einst enge Verhältnis zwischen den beiden Spitzenpolitikern sei unwiderruflich zerrüttet, meldete die grösste Zeitung "Blic".

Vucic war von seiner übermächtigen Regierungspartei SNS einstimmig zum Kandidaten für die im April geplante Präsidentenwahl bestimmt worden. Der amtierende Staatspräsident Nikolic, einst Gründer und Vorsitzender der SNS, will seinem politischen Ziehsohn Vucic aber nicht Platz machen und erneut antreten, hiess es in den Berichten.

Demnach hatte Nikolic für seinen Verzicht auf das höchste Staatsamt vergeblich verlangt, Nachfolger von Vucic als Regierungs- und Parteichef zu werden.

Die beiden führenden Politiker des Landes stehen für zwei unterschiedliche SNS-Fraktionen. Nikolic will das Balkanland enger an Russland anlehnen. Vucic ist für die EU und die USA der Garant für die weitere Annäherung Serbiens an den Westen.

Wichtige Stadtverbände der SNS kamen am Donnerstag zu Sondersitzungen zusammen, um Vucic ihre Unterstützung zu geben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tanjug.

SDA-ATS