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Ein Soldat bewacht den Tatort in Saint-Etienne-du-Rouvray.

KEYSTONE/AP/FRANCOIS MORI

(sda-ats)

Einer der beiden Angreifer von Saint-Etienne-du-Rouvray war den Sicherheitsbehörden offenbar bekannt. Zu dem Mann gebe es einen Eintrag in einer Datenbank mit als radikalisiert eingestuften Personen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag.

AFP berief sich dabei auf Ermittlerkreise. Der Mann habe im Vorjahr versucht, nach Syrien zu gelangen. Bei seiner Rückkehr nach Frankreich wurde dem Bericht zufolge ein Anklageverfahren gegen ihn eröffnet, unter anderem wegen des Verdachts auf Verbindungen zu einer Terrororganisation.

Der Mann kam vorübergehend in Haft und wurde später mit einer elektronischen Fussfessel wieder freigelassen. Die Informationen von AFP stimmen mit Angaben des Senders iTele überein.

In einer Kirche in Saint-Étienne-du-Rouvray in der Normandie hatten am Dienstagvormittag zwei Geiselnehmer einen Priester getötet, ein weiteres Opfer schwebt in Lebensgefahr. Die Polizei erschoss die beiden Angreifer, als sie das Gotteshaus verliessen - unter welchen Umständen, ist noch unklar. Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen.

Laut Frankreichs Präsident François Hollande bekannten sich die beiden "Terroristen" zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Frankreich, das einmal mehr auf die Probe gestellt werde, müsse den "Krieg" gegen den IS mit allen Mitteln führen, sagte Hollande bei einem Besuch am Tatort in der Nähe von Rouen.

Auch das IS-Sprachrohr Amak verkündete in einer Botschaft im Internet, die Täter seien "Soldaten des IS".

sda-ats

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