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In dem Skandal um abgelaufene Impfstoffe sind in China mehr als 200 Verdächtige festgenommen worden. Zudem entliess oder degradierte die Regierung 357 ihrer Beamte, wie der Staatsrat am Mittwoch auf seiner Website mitteilte.

Eine zentrale Rolle bei den illegalen Machenschaften spielte ein Mutter-Tochter-Duo aus der östlichen Provinz Shandong. Die beiden wurden bereits im April 2015 festgenommen. Sie sollen seit 2010 illegal Chargen von 25 verschiedenen Impfstoffen verkauft haben, deren Mindesthaltbarkeit abgelaufen war oder die unsachgemäss gelagert worden waren. Ihre Geschäfte hatten laut Xinhua einen Umfang von 570 Millionen Yuan (rund 85 Millionen Franken).

Das Magazin "Caijing" berichtete, die beiden Frauen hätten unter anderem Impfdosen gegen Polio, Tollwut, Hepatitis B und die Grippe für Kinder und für Erwachsene verkauft. In der Öffentlichkeit herrscht grosser Unmut über den Fall, weil die Behörden ihn im vergangenen März - mit einjähriger Verspätung - publik machten.

China wurde in der Vergangenheit immer wieder von Gesundheitsskandalen erschüttert. Im Jahr 2008 waren an verunreinigtem Milchpulver sechs Kinder gestorben, etwa 300'000 weitere erkrankten.

sda-ats

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