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Lava-Fontäne am Schnee bedeckten Ätna

KEYSTONE/AP/SALVATORE ALLEGRA

(sda-ats)

Bei einer vulkanischen Explosion am Ätna sind mehrere Menschen auf Sizilien verletzt worden. Der höchste Vulkan Europas spuckt seit Dienstagabend wieder Asche und hat am Südostkrater einen Lavastrom gebildet.

Kommt heisse Lava mit Wasser oder Schnee in Berührung, kann eine Explosion ausgelöst werden - wie am Donnerstag auf 2700 Metern geschehen. Ursache der Explosion sind Gase im Lavagestein.

Italiens Nationales Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) bestätigte, dass vier Personen bei solchen Explosionen leicht verletzt wurden. Sie seien aus Arbeitsgründen an dem 3323 Meter hohen Vulkan unterwegs gewesen.

Einer der Verletzten sei ein Mitarbeiter des INGV, sagte der Wissenschafter Marco Neri. "Sie waren dort oben aus Arbeitsgründen, nicht, weil sie leichtsinnig waren." Um die Eruption zu beobachten, müssten die Vulkanologen immer wieder zu Exkursionen aufbrechen. Dass dabei auch etwas passieren könne, sei leider nicht ungewöhnlich, sagte er.

Nicht noch einmal

Ein Team des britischen Senders BBC war zum Zeitpunkt der Explosion vor Ort, wie die Journalistin Rebecca Morelle auf Twitter schrieb: "Eine Erinnerung daran, wie gefährlich & unvorhersehbar Vulkane sein können."

Morelle setzte mehrere Tweets ab, während sie von einem Rettungsteam vom Berg hinuntergebracht wurde. "Über dem Ätna ist jetzt eine grosse Aschewolke." Das Erlebnis am Donnerstag sei eine Erfahrung gewesen, die sie nicht wiederholen wolle.

Italienische Medien hatten berichtet, dass zehn Personen verletzt wurden und dass es sich bei den Betroffenen um Ausflügler handelte. Keiner von ihnen sei in kritischem Zustand. Das INGV konnte diese Zahlen aber nicht bestätigen.

Die jüngste Episode von Eruptionen am Ätna hatte vor gut zwei Wochen begonnen. Nachdem sich die Aktivität am Vulkan zeitweise verringert hatte, intensivierte sie sich laut dem Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) in den vergangenen Tagen wieder. Der Luftverkehr am Flughafen im nahe gelegenen Catania ist vom Ausbruch aber nicht betroffen.

Am Ätna kommt es immer wieder auch zu grösseren Eruptionen, er gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Ende Mai findet ganz in der Nähe, in Taormina, der G7-Gipfel der führenden Industrienationen statt, zu dem auch US-Präsident Donald Trump erwartet wird.

SDA-ATS