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In Viareggio kamen 32 Menschen ums Leben, als ein Güterzug entgleiste und ein mit Flüssiggas gefüllter Waggon explodierte. (Archiv)

KEYSTONE/EPA/US-VVF /HANDOUT

(sda-ats)

Ein Gericht im italienischen Lucca hat den Chef des Rüstungskonzerns Leonardo, Mauro Moretti, wegen eines Bahnunglücks mit 32 Toten zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Das Zugunglück geschah 2009 in Viareggio.

In der toskanischen Küstenstadt entgleiste damals ein Güterzug und ein mit Flüssiggas gefüllter Waggon explodierte. Moretti war zu der Zeit Chef der italienischen Staatsbahnen (FS).

Der 63-jährige Moretti wurde am Dienstag in Abwesenheit der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden, ebenso wie mehr als 30 mitangeklagte Führungskräfte, darunter der damalige Chef der FS-Tochter RFI, Michele Mario Elia. Dieser wurde ebenfalls in Abwesenheit zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Das Urteil wurde vor leeren Stühlen verlesen, auf denen sich T-Shirts mit dem Porträt von jeweils einem Todesopfer befanden. Die Staatsanwaltschaft hatte für Moretti 16 und für Elia 15 Jahre Haft gefordert. Die Verurteilten können gegen das Urteil in Berufung gehen.

Laut italienischen Medien werden sie ihre Strafe möglicherweise nicht antreten. Denn die Revisionsverfahren könnten sich so lange hinziehen, bis die Haftstrafen verjährt sind. Das Zugunglück im Juni 2009 war das schwerste in Italien seit mehr als 20 Jahren.

SDA-ATS