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Der amerikanische Senior Phil Mickelson liegt am 145. British Open der Golfprofis im schottischen Troon auch nach der 2. Runde voran. Er führt einen Schlag vor dem Schweden Henrik Stenson.

Phil Mickelson, der weltbeste links spielende Golfer, nähert sich Schlag um Schlag einem historischen Triumph. Sollte er am Sonntag den sechsten Sieg seiner Karriere an einem der vier grossen Turniere einfahren, wäre er der drittälteste Majorturnier-Gewinner der Geschichte. Mickelson wurde am 16. Juni 46 Jahre alt. Nur zwei Spieler, beides ebenfalls Amerikaner, waren noch älter, als sie die zum Teil erheblich jüngeren Konkurrenten an einem grossen Turnier hinter sich liessen. Der 1994 verstorbene Julius Boros gewann 1968 im Alter von 48 Jahren und 4 Monaten die US PGA Championship. Der schon zu Lebzeiten legendäre Jack Nicklaus fuhr 1986 am US Masters in Augusta mit 46 Jahren und 2 Monaten seinen 18. und letzten Majortitel ein. Mickelson ist heute so gut beieinander, dass man ihm zutrauen kann, Boros' Altersrekord dereinst zu brechen.

Im 2. Umgang auf dem Par-71-Kurs von Royal Troon an der schottischen Westküste unweit von Glasgow kam Mickelson erwartungsgemäss nicht an die Leistung des ersten Tages heran, an dem er mit 63 Schlägen den absoluten Rundenrekord an einem Majorturnier egalisiert und überdies einen Platzrekord aufgestellt hatte. In den misslichen Bedingungen mit Wind und Regen hielt er den Score jedoch gut zusammen. Nach einer 69er-Runde musste er Henrik Stenson, die noch ohne grossen Titel dastehende Nummer 6 der Weltrangliste, nur deshalb aufschliessen lassen, weil dem Schweden eine in Anbetracht der Verhältnisse ausserordentlich gute Runde gelang. Mit 65 Schlägen etablierte Stenson die beste Runde des Tages im 156-köpfigen Feld.

Im Unterschied zum dreifachen US-Masters-Champion Mickelson hatten die Hauptfavoriten in der ersten Hälfte des Turniers ihre liebe Mühe. Die US-Golfer Jordan Spieth und Bubba Watson sowie der englische US-Masters-Sieger Danny Willett schafften den Cut für die beiden Finalrunden äusserst knapp. Der Weltranglisten-Leader Jason Day aus Australien liegt mittlerweile schon zwölf Schläge hinter Mickelson zurück. Von den derzeitigen Top Shots hielten sich Dustin Johnson und Rory McIlroy am besten. Der Amerikaner und der Nordire stehen aber ebenfalls vor keiner leichten Aufgabe: Sie müssten auf Mickelson in den zwei Runden acht Schläge gutmachen.

sda-ats

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