Mindestens 18 Tote bei schweren Überflutungen in Thailand


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Auf dieser Dorfstrasse ist nur noch die Fortbewegung per Boot möglich.

KEYSTONE/EPA/STR

(sda-ats)

Nach heftigen Regenfällen und Überschwemmungen im Süden Thailands hat sich die Opferzahl weiter erhöht. Mindestens 18 Menschen seien bislang ums Leben gekommen und es gebe einen Vermissten, teilten die Behörden am Sonntag mit.

Die meisten Opfer seien ertrunken, teilte das Krisenschutzzentrum des südostasiatischen Landes am Sonntag mit. Von den seit Neujahr andauernden Überflutungen sind insgesamt knapp eine Million Menschen in zehn Provinzen betroffen.

Die Region wird weiter von heftigen Regenstürmen heimgesucht. Die Lage werde sich wohl erst zu Wochenbeginn bessern, erklärte die nationale Wetterbehörde. In den acht am schwersten betroffenen Provinzen sei mit Springfluten zu rechnen.

Militärangehörige wurden mobilisiert, um in Not geratene Menschen mit Helikoptern in Sicherheit zu bringen und dringend benötigte Hilfsmittel zu verteilen.

Touristen aus Hotel gerettet

Das Hochwasser trifft auch touristische Orte. Am Freitag rettete die Polizei fünf Touristen aus einer überfluteten Hotelanlage in der Provinz Nakhon Si Thammarat. Der dortige Flughafen soll nach Angaben der Behörden bis Montag geschlossen bleiben, auch Zugverbindungen in der Region sind unterbrochen.

Touristen auf der beliebten Ferieninsel Ko Samui sind ebenfalls betroffen: Mit Blick auf Starkregen, Wind und hohen Wellengang erliessen die dortigen Behörden ein Tauch- und Badeverbot. Mehrere Hundert Touristen sassen auf dem Flughafen fest, weil ihre Maschinen nicht starten konnten.

In den sozialen Medien machten derweil Bilder von einigen Touristen die Runde, die sich durch das Unwetter nicht den Spass verderben lassen wollten. Sie liessen sich auf Schwimmkörpern durch überflutete Strassen treiben und schlürften Drinks dabei.

Krokodile ausgebrochen

Im anhaltenden Regen entkamen mindestens zehn Krokodile aus einem Zoo in Nakhon Si Thammarat. Den bis zu fünf Meter langen Tieren gelang es durch das Hochwasser, über die Absperrungen aus ihrem Gehege zu schwimmen, wie die "Bangkok Post" berichtete.

Die Behörden warnten am Sonntag, dass die Krokodile hungrig sein und auch Menschen anfallen könnten. Versuche, sie bei einer grossen Suche auch mit Booten einzufangen, hatten zunächst keinen Erfolg. Die meisten der Tiere seien noch in Freiheit, bestätigte die Polizei am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa.

Die Regenzeit dauert in Thailand meist von Juni bis Oktober. Derart ergiebige Regenfälle im Januar sind eher ungewöhnlich. Am Freitag hatten die thailändischen Behörden die Flutwarnstufe auf drei erhöht, die zweithöchste Stufe.

Bei schweren Überschwemmungen waren bereits 2011 insgesamt 815 Menschen in Thailand gestorben. Damals waren mehr als 13 Millionen Menschen vom Hochwasser betroffen.

SDA-ATS

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