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Ein Bild der Zerstörung bei einem Eingang in den Flughafen Atatürk, wo eine der Bomben explodiert war. Laut Regierungsangaben starben mindestens zehn Menschen.

KEYSTONE/AP DHA

(sda-ats)

Bei einem Selbstmordanschlag auf den Atatürk-Flughafen der türkischen Millionenmetropole Istanbul sind am Dienstagabend zahlreiche Menschen getötet worden. Gouverneur Vasip Sahin sprach von mindestens 28 Toten und 60 Verletzten.

Über die Nationalität der Opfer war zunächst nichts bekannt. Laut Sahin sprengten sich drei Selbstmordattentäter in die Luft. Zuvor hatte Justizminister Bekir Bozdag von ungefähr zehn Toten gesprochen.

Aus türkischen Regierungskreisen hiess es, Polizisten hätten vor der Sicherheitskontrolle am Eingang des internationalen Terminals auf der Ebene für ankommende Passagiere das Feuer auf Verdächtige eröffnet.

Die Nachrichtenagentur DHA meldete, es sei an zwei verschiedenen Orten am Flughafen zu Terrorangriffen gekommen. Minister Bozdag sagte, es gebe Informationen, wonach es auch am Eingang zur Metro am Flughafen eine Detonation gegeben habe.

DHA meldete weiter, der Ankunfts- und der Abflugbereich des grössten Flughafens der Türkei seien vollständig gesperrt worden. Fotos vom Anschlagsort zeigten ein Bild der Verwüstung ausserhalb des Ankunftsterminals, wo Passagiere gewöhnlich auf Taxis warten. Auf einem Foto war ein auf dem Boden liegendes Schnellfeuergewehr zu sehen.

Westliche Sicherheitskreise vermuteten hinter dem Anschlag entweder die TAK - eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK - oder die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Vor drei Wochen waren bei einem Anschlag der TAK in Istanbuls Stadtmitte elf Menschen getötet worden.

Dieses Attentat vom 7. Juni war der dritte schwere Anschlag seit Jahresbeginn im Zentrum Istanbul. Die TAK hatte anschliessend auch ausländische Touristen vor Türkeibesuchen gewarnt.

sda-ats

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