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Der Fluss kennt keine Ufer mehr auf der japanischen Nordinsel Hokkaido: Nach dem Durchzug eines Taifuns sterben mindestens zehn Menschen.

KEYSTONE/AP Kyodo News/DAISUKE SUZUKI

(sda-ats)

Bei dem heftigen Taifun über Japan sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Neun Opfer wurden bei einem Altersheim in der nordöstlichen Stadt Iwaizumi gefunden, wie japanische Medien am Mittwoch berichteten.

Ebenfalls in Iwaizumi ertrank ein Mann in einem Fluss, wie der Sender NHK meldete. In der Stadt Kuji kam demnach zudem eine weitere alte Frau ums Leben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo wurden auf der nördlichen Insel Hokkaido drei Menschen zunächst als vermisst gemeldet.

Der inzwischen abgezogene Taifun "Lionrock" war am Dienstagabend in der Region Tohoku im Nordosten auf Land getroffen. Schwere Regenfälle hatten die Rettungsarbeiten zunächst behindert. Strassenzüge standen unter Wasser, Flüsse traten über die Ufer. Rund 410'000 Menschen waren aufgerufen worden, sich in Sicherheit zu bringen. Doch die örtlichen Behörden warnten vor den Gefahren durch mögliche Erdrutsche.

Dutzende Bewohner mussten deshalb mit Helikopter in Sicherheit gebracht werden. Auch das Militär beteiligte sich an den Rettungsaktionen. Regierungssprecher Yoshihide Suga versprach rasche Hilfe. Die Region war vor fünf Jahren von einem Erdbeben und Tsunami verwüstetet worden.

"Lionrock" ist bereits der zehnte Wirbelsturm, der in dieser Taifun-Saison, die üblicherweise von Mai bis Oktober dauert, über Japan hinwegzieht. In der Nacht auf Mittwoch schwächte sich der Sturm ab und zog in Richtung Nordosten weg von Japan.

sda-ats

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