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Obwohl die Kundgebung nicht bewilligt ist, demonstrieren einige hundert Personen gegen das WEF in Bern.

Quelle: Therese Hänne, sda

(sda-ats)

In der Berner Innenstadt haben am Samstagnachmittag zwischen zwei- und dreihundert Personen gegen das diesjährige Weltwirtschaftsforum in Davos protestiert. Die unbewilligte Kundgebung verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Für die Kundgebung mobilisiert haben vornehmlich Gruppierungen aus den links-autonomen Lager. Am Samstagnachmittag versammelten sich die teilweise vermummten Kundgebungsteilnehmer beim Berner Käfigturm und zogen dann mit bunten, stinkenden Rauchbomben und Transparenten, begleitet von lauten Sprechchören und Knallpetarden durch die Innenstadt.

Sie kritisieren das Word Economic Forum (WEF) im Internet als "Zelebrierung der angeblich unendlichen Möglichkeiten des Kapitalismus". Das kapitalistische System, das in Davos "abgefeiert wird", produziere aber nur Krisen und Unterdrückung.

Ein System, das auf unbegrenztes Wachstum setze, ziehe seinen Erfolg aus Ungleichheit und Konkurrenz. Doch die Logik des Profits kenne keine Moral und mache weder Halt vor Menschen noch Umwelt, heisst es in einem vor Ort verteilten Flyer der Veranstalter.

Die Polizei hielt sich weitgehend im Hintergrund. Einzig an neuralgischen Stellen waren Polizeieinheiten in Vollmontur zu sehen. Namentlich der Bundesplatz war abgeriegelt. Dort waren vergitterte Wagen und Wasserwerfer postiert.

Der Kundgebungszug zog durch die Innenstadt und kehrte auf Höhe Rathaus wieder um. Vom Bahnhof aus gingen die Demonstranten zur Schützenmatte, wo sich der Zug gegen 15 Uhr auflöste.

Zum 47. Weltwirtschaftsforum vom 17. bis 20 Januar werden in Davos führende Vertreter aus Weltwirtschaft und Politik erwartet.

SDA-ATS