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Der japanische Autohersteller Mitsubishi hat Abgastests bei Kleinwagen manipuliert. Der Konzern setzt nun eine unabhängige Expertenkommission ein, um die Vorgänge aufzuklären.

Das kündigte Konzernchef Tetsuro Aikawa am Mittwoch auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz an. Bei den Abgastests seien Prüfmethoden eingesetzt worden, die nicht den japanischen Vorschriften entsprächen, räumte Aikawa ein.

Betroffen sind den Angaben zufolge 625'000 Autos für den heimischen Markt. Darunter sind 468'000 Autos, die für den heimischen Konkurrenten Nissan gebaut wurden. Der Verkauf der vier Modelle wurde gestoppt. Der Vorgang kam bei einer internen Überprüfung heraus.

Die Mitsubishi-Aktie war zuvor bei Bekanntwerden möglicher Betrügereien um 15,2 Prozent eingebrochen, so stark wie seit fast zwölf Jahren nicht mehr an einem Tag. Der Marktwert des Unternehmens schmolz damit auf einen Schlag um 1,2 Milliarden Dollar zusammen.

Erst im September hatte der weltgrösste Autohersteller Volkswagen zugegeben, millionenfach Diesel-Abgaswerte manipuliert zu haben. Angesichts der drohenden Strafen und Schadensersatzforderungen muss der Konzern Milliardensummen zur Seite legen und kräftig sparen.

Der Fall bei Mitsubishi erinnert aber auch an jenen von Hyundai und Kia im Jahr 2014. Die beiden südkoreanischen Autohersteller Hyundai und Kia mussten damals 100 Millionen Dollar Strafe bezahlen. Die US-Umweltbehörde EPA hatte 2012 bei Tests herausgefunden, dass einzelne Modelle beider Autokonzerne mehr Benzin verbrauchten als angegeben worden war.

sda-ats

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