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NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat bei einem Besuch in Athen die enge Kooperation mit der europäischen Grenzschutzagentur Frontex in der östlichen Ägäis gelobt. Die Zahl der Bootsflüchtlinge nahm in den letzten Tagen trotzdem wieder leicht zu.

"Die NATO arbeitet enger mit der EU zusammen als je zuvor und ich begrüsse diese Entwicklung in der Ägäis", sagte Stoltenberg am Freitagmittag im Anschluss an ein Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras.

Die Zahl der Flüchtlinge, die von der türkischen Küste nach Griechenland übersetzten, sei bereits signifikant gesunken. "Wir müssen dort engagiert bleiben", so Stoltenberg.

Wieder etwas mehr Flüchtlinge

In Griechenland kamen in den letzten Tagen allerdings wieder etwas mehr Bootsflüchtlinge aus der Türkei an. Nachdem deren Zahl in den vergangenen Tagen fast auf null gesunken sei, hätten in den vergangenen drei Tagen etwa 150 Menschen pro Tag das EU-Land erreicht, erklärte ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Genf.

Die "hermetische Abriegelung" dieses Fluchtweges sei offenbar nicht mehr gegeben. "Es könnte am Wetter liegen, es könnte eine ganze Reihe von Gründen geben", sagte der IOM-Sprecher. So sei denkbar, dass die Schlepper einfallsreicher geworden seien.

Seit Inkrafttreten des EU-Flüchtlingspakts mit der Türkei am 20. März können Migranten, die illegal von der Türkei nach Griechenland gelangen, grundsätzlich zurückgeschickt werden. Ziel der Vereinbarung ist es, den Flüchtlingszustrom nach Europa einzudämmen und die Menschen von der gefährlichen Reise über das Meer abzuhalten.

sda-ats

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