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Ein Zug durchquert bei Sonnenuntergang die New Yorker Jamaica Bay. Im Hintergrund ragen die Wolkenkratzer von Manhattan in den Abendhimmel. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio will mit einer unorthodoxen Austernzucht die Wasserqualität des Feuchtgebiets verbessern. (Archiv)

Keystone/AP/BEBETO MATTHEWS

(sda-ats)

Auf recyceltem Toiletten-Porzellan will die Stadt New York 50'000 Austern züchten - und so die Wasserqualität in einem Feuchtgebiet verbessern. Die Tiere sollen in der Jamaica Bay angesiedelt werden, wie Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag mitteilte.

Dort bekommen sie "Betten" aus Porzellanbruchstücken, die von knapp 5000 recycelten Toilettenschüsseln stammen. Die Stadt New York lässt sich das Projekt eine Million Dollar kosten.

"Die Austernbetten werden unterschiedliche Aufgaben erfüllen: unsere Feuchtgebiete vor Erosion schützen, unser Wasser auf natürliche Weise filtern und unseren Meeresbewohnern eine Heimat geben", erklärte de Blasio.

Die natürliche Austernpopulation in der Jamaica Bay war wegen der schlechten Wasserqualität und Überfischung bereits vor Jahrzehnten ausgestorben. Die Stadtverwaltung hofft, dass sich die nun ausgesetzten 50'000 Austern vermehren und spricht optimistisch vom "Eine-Milliarde-Austern-Projekt".

Wie viele Austern es im Laufe der Zeit auch werden mögen, Feinschmecker müssen keine Angst haben: Die Austern sollten nicht für den Verzehr gezüchtet werden, erklärte die Stadtverwaltung. Es wird also keine "Toiletten-Austern" in New Yorker Restaurants geben.

sda-ats

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