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Der wegen einer Manipulationsaffäre angeschlagene japanische Autokonzern Mitsubishi könnte mit Nissan einen neuen Hauptaktionär erhalten. (Symbolbild)

KEYSTONE/EPA/FRANCK ROBICHON

(sda-ats)

Der japanische Autohersteller Nissan verhandelt mit dem heimischen Rivalen Mitsubishi Motors über eine mögliche Kapitalbeteiligung. Beide Firmen bestätigten am Donnerstag entsprechende Gespräche. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, teilten sie mit.

Die Führungsgremien der beiden Unternehmen sollen noch im Tagesverlauf zusammenkommen, dabei soll über das Thema gesprochen werden.

Insider hatten zuvor berichtet, dass der Renault-Partner Nissan 30 Prozent der Anteile an Mitsubishi übernehmen könnte. Damit würde der Konzern Mitsubishi Heavy Industries als grössten Aktionär des Autoherstellers ablösen. Nissan wolle für die Beteiligung 200 Miliarden Yen (umgerechnet rund 1,8 Milliarden Franken) zahlen.

Mitsubishi wird derzeit von einem Skandal um manipulierte Verbrauchstests erschüttert. Der Konzern hatte im April eingeräumt, bei Verbrauchs-Checks für zwei eigene und zwei für Nissan produzierte Modellen geschummelt zu haben. Aufgedeckt wurden die Tricksereien durch Nissan, als der Konzern ein Nachfolgemodell entwickelte.

Nissan und Mitsubishi Motors arbeiten bereits bei der Entwicklung von solchen Kleinstwagen zusammen. Sollte es zu einer breiten Allianz kommen, könnte sich die Kooperation ausweiten.

sda-ats

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