Zürich - Im Streit zwischen der Bundesverwaltung und verschiedenen Open-Source-Anbietern von Informatikprodukten soll es zu einem raschen Entscheid vor Gericht kommen. Um den Prozess nicht weiter zu verzögern, haben sich sieben Beschwerdeführer vom Verfahren zurückgezogen.
Dies teilte der Verein Swiss Open Systems User Group mit. Im Streit geht es um einen 42-Millionen-Franken-Auftrag des Bundes an Microsoft, der ohne öffentliche Ausschreibung vergeben wurde. Der Auftrag beinhaltet Lizenzverlängerungen sowie Wartung und Support für die Informatik der rund 40'000 Bundesangestellten.
Eine Gruppe von 18 Anbietern sogenannter Open Source Software hat gegen diese freihändige Vergabe beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde eingereicht. Nachdem Verhandlungen zwischen den beiden Parteien gescheitert sind, muss nun das Gericht entscheiden.
Gemäss der Medienmitteilung des Vereins spricht die Bundesverwaltung den Beschwerdeführern ab, von der freihändigen Vergabe an Microsoft betroffen zu sein, weshalb sie nicht beschwerdeberechtigt seien.
Wegen "unnötig grossem Aufwand", um die Legitimation jedes einzelnen der 18 Beschwerdeführer darzulegen, haben sich "die Beschwerdeführer dazu entschlossen, sieben der kleineren Unternehmen zurückzuziehen". So könne im Prozess auf den tatsächlichen Streitgegenstand fokussiert werden. Zudem würde er von formellen Verfahrensfragen entlastet.

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