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Proteste gegen den kongolesischen Präsidenten Kabila im Jahr 2013: Der langjährige Machthaber darf im Prinzip nicht mehr zur Wiederwahl antreten; die Opposition nominierte nun einen Kandidaten für die noch nicht angesetzte Präsidentschaftswahl. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/Alain Wandimoyi

(sda-ats)

Mehrere Oppositionsparteien in der Demokratischen Republik Kongo haben sich auf einen gemeinsamen Kandidaten für die anstehende Präsidentschaftswahl geeinigt. Ein Bündnis aus 16 Parteien nominierte am Sonntag den früheren Gouverneur der Provinz Katanga, Moïse Katumbi.

Der 51-jährige Katumbi, der im als populärer und charismatischer Politiker gilt, ist damit Kandidat für die Nachfolge von Präsident Joseph Kabila. Bis vergangenen September war er Mitglied Kabilas Partei, legte dann aber seinen Gouverneursposten nieder, um in die Opposition zu gehen. Der wohlhabende Geschäftsmann besitzt unter anderem einen erfolgreichen Fussballclub im Kongo.

Kabila regiert das verarmte zentralafrikanische Land mit seinen mehr als 80 Millionen Einwohnern seit 2001. Seine Amtszeit läuft im November aus, laut Verfassung darf er nicht mehr kandidieren. Kabila liess bislang im Unklaren, ob er dennoch eine weitere Amtszeit anstrebt. Oppositionsgruppen befürchten einen solchen Schritt. Ein Termin für die Präsidentschaftswahl wurde noch nicht angesetzt.

Die Oppositionsparteien, die hinter Katumbis Kandidatur stehen, gründeten am Sonntag eine gemeinsame Bewegung namens "Wandel für die Republik" (AR). Katumbis Nominierung sei ein "entscheidender Schritt, um einen demokratischen Wandel zu garantieren", sagte der Koordinator der neuen Gruppe, Delly Sessanga.

sda-ats

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