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Auch sie suchten Schutz in einer Kirche in Ruanda - und wurden trotzdem Opfer des Völkermordes.

KEYSTONE/AP/BEN CURTIS

(sda-ats)

Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Völkermord in Ruanda sind zwei frühere Bürgermeister wegen eines Massakers in einer Kirche zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Ein Gericht in Paris sprach die beiden Angeklagten am Mittwoch schuldig aufgrund von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord an Angehörigen der Tutsi-Minderheit in Kabarondo im Osten des Landes.

Die Angeklagten hatten die Vorwürfe bestritten. Im ostafrikanischen Ruanda hatten sich 1994 Spannungen zwischen den Volksgruppen der Hutu und Tutsi in einer Orgie der Gewalt entladen. Rund 800'000 Menschen - meist Tutsi, aber auch gemässigte Hutu - wurden von Hutu-Milizen ermordet.

Der Prozess war das zweite französische Verfahren gegen Verantwortliche des Völkermords. Zuvor war ein früherer Geheimdienstler ebenfalls mit einer langen Haftstrafe belegt worden. Auch in Deutschland befasste sich die Justiz bereits mit dem Genozid in Ruanda: In Frankfurt wurde im Dezember ein früherer Bürgermeister als Mittäter verurteilt.

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SDA-ATS