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Vorläufig nur in Fünferformation: Die Patrouille Suisse bei einer Vorführung. (Archiv)

KEYSTONE/EPA DPA/WOLFGANG KUMM

(sda-ats)

Die Patrouille Suisse fliegt nach dem Absturz einer ihrer Maschinen am 75-Jahr-Jubiläum des Flugplatzes in Meiringen im Berner Oberland. Die Kunstflugstaffel tritt am Freitag und Samstag allerdings nur in einer Fünferformation auf.

Die Piloten, die militärischen Vorgesetzten und das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) gaben für die Flugvorführungen grünes Licht, wie das Departement am Dienstag mitteilte.

Beim Auftritt in der Fünferformation in Meiringen wird der in den Niederlanden verunglückte Pilot und damit die Nummer sechs der Staffel fehlen, wie das VBS weiter mitteilte.

Der Mann hatte seinen Jet mit dem Schleudersitz verlassen und war in einem Gewächshaus gelandet. Dabei zog er sich einen Bruch in einem Fuss und Schnittwunden zu. Deshalb fällt er für längere Zeit aus. Die Patrouille Suisse wird während seiner Genesung nur in Fünferformation zu sehen sein.

Nach dem Absturz eines F-5E Tiger-Kampfjets in den Niederlanden war rasch die Frage nach weiteren Auftritten der Jet-Kunstflugstaffel ins Zentrum gerückt. Einige Medien stellten auch die Zukunft der Staffel in Frage. Mit dem Entscheid vom Dienstag ist diese Frage vorläufig geklärt.

Erster schwerer Unfall der Patrouille Suisse

Zum Absturz läuft eine Untersuchung der Militärjustiz. Auch die niederländischen Behörden leiteten Ermittlungen ein und befragten die beiden involvierten Piloten ebenso wie die Militärjustiz noch vor Ort. Was die Piloten zum Unfall sagten, gibt die Militärjustiz nicht bekannt. Erst wenn die Untersuchung abgeschlossen sei, werde über die Erkenntnisse informiert, hiess es.

Bei einem Trainingsflug der Patrouille Suisse in den Niederlanden hatten sich am Donnerstag zwei der rot-weiss bemalten Tiger in der Luft touchiert. Einer der Jets stürzte danach ab und landete in einem Teich. Der andere Pilot landete sein Flugzeug trotz abgerissenem Höhenleitwerk kontrolliert. Am Freitagabend reisten die beiden Piloten zurück in die Schweiz.

Bis die Ursache des Unfalls geklärt ist, kann es Monate dauern, wie Luftwaffenchef Aldo Schellenberg schon am Donnerstag erklärt hatte. Das Unglück in den Niedernlanden war der erste schwere Unfall der Patrouille Suisse seit der Gründung der Kunstflugstaffel vor 52 Jahren.

Die Patrouille Suisse befand sich in den Niederlanden, weil sie an den Tagen der niederländischen Luftwaffe in Leeuwarden auftreten sollte. Dieser Auftritt wurde abgesagt.

sda-ats

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