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Etwas mehr als 24 Stunden vor dem Anpfiff zum ersten Spiel in der WM-Qualifikation gegen Europameister Portugal blickt der Schweizer Nationalcoach Vladimir Petkovic ein letztes Mal zurück auf die EM.

"Ich finde es sehr gut, dass das Ausscheiden im Achtelfinal als Niederlage eingestuft wurde." Das bringe auch seine Haltung zum Ausdruck. Man wolle mehr erreichen, so Petkovic. Diese Herausforderung beginnt schon mit dem Spiel gegen Portugal. "Wenn wir den Europameister schlagen, können wir nochmals etwas bewegen."

Auf wen Petkovic in diesem Duell gegen die ohne Real-Superstar Cristiano Ronaldo und ohne Renato Sanches von Bayern München in die Schweiz gereisten Portugiesen setzt, ist weitgehend klar. Petkovic nannte zwar keine Namen, aber er wird auf zehn von elf Positionen den EM-Stamm nominieren. Ersetzen muss der Tessiner seinen verletzten Topskorer Xherdan Shaqiri. Er habe die Mannschaft im Kopf, werde sich aber erst am Spieltag definitiv entscheiden. Er wird einen aus dem Duo Breel Embolo und Renato Steffen auswählen. Die Eindrücke der letzten Trainings deuten auf den Schalke-Stürmer Embolo hin.

"Wer auch immer für Shaqiri spielt, er wird sich für die Mannschaft einsetzen. Shaqiri ist ein sehr wichtiger Spieler für uns, aber wir haben uns sieben Tage ohne ihn vorbereitet. Mit einer kompakten Mannschaftsleistung können wir diese Absenz kompensieren", so Petkovic. Als Vorbild soll der Gegner herhalten. "Portugal war schon immer spielerisch sehr stark. Aber dann haben sie im Verlaufe der EM zusätzliche Qualitäten gezeigt: Taktik, Organisation, Geschlossenheit. So haben sie letztlich auch das entscheidende Tor zum EM-Sieg ohne Cristiano Ronaldo erzielt", sagte Petkovic.

Der Schweizer Nationaltrainer strahlt Zuversicht aus. "Wir haben intensive und gute Trainings gehabt. Wir können auf dem Niveau weitermachen, auf dem wir uns an der EM befunden haben." Jetzt aber müsse man diese Eindrücke auf dem Rasen und in einem Pflichtspiel bestätigen. "Die Frage, wie gut wir tatsächlich sind, kann ich vielleicht nach diesem Spiel etwas präziser beantworten." Schon jetzt aber ist sich Petkovic sicher: "Dieses Team kann noch viele Schritte nach vorne machen."

sda-ats

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