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Michael Phelps sichert sich in Rio de Janeiro seine Goldmedaillen Nummern 20 und 21 an Sommerspielen. Der 31-jährige Amerikaner gewinnt über 200 m Delfin und mit der 4x200-m-Crawlstaffel.

Die Freude bei Phelps nach dem Sieg über 200 m Delfin war riesig. Er forderte das Publikum auf, Stimmung zu machen und ballte die Faust. Zwar ist der Gewinn von Gold für den Superstar eine Normalität, er musste jedoch hart kämpfen, ehe der dritte Olympiasieg über 200 m Delfin feststand.

Zwar führte Phelps nach 150 Metern scheinbar komfortabel, am Ende lieferte er sich aber einen packenden Zweikampf mit dem auf den letzten 50 Metern stark aufkommenden 21-jährigen Japaner Masato Sakai, den er mit 1:53,56 Minuten um vier Hundertstelsekunden für sich entschied. Damit war das "Glück" diesmal auf der Seite von Phelps; vor vier Jahren in London hatte er sich um fünf Hundertstelsekunden dem Südafrikaner Chad le Clos geschlagen geben müssen.

50 Minuten später musste Phelps mit der 4x200-m-Crawlstaffel erneut ins Wasser. Als Schlussschwimmer galt es jedoch "nur" noch, den Vorsprung von 1,76 Sekunden ins Ziel zu bringen. Das gelang ihm ohne Probleme. Überhaupt haben die Amerikaner in dieser Disziplin ein Abonnement auf den Olympiasieg, waren sie doch zum vierten Mal hintereinander nicht zu bezwingen.

Phelps hat somit in Rio de Janeiro bereits drei Goldmedaillen gewonnen, nachdem er schon mit der 4x100-m-Crawlstaffel triumphiert hatte. Nun strebt er über 100 m Delfin und 200 m Lagen den vierten Olympiasieg in Serie an, etwas was vor ihm in der gleichen Einzeldisziplin einzig den amerikanischen Leichtathleten Al Oerter (Diskus/1956 bis 68) und Carl Lewis (Weit/1984 bis 1996) gelungen ist.

Ledecky vor seltenem Triple

Die Amerikanerin Katie Ledecky dürfte als zweite Schwimmerin nach ihrer Landsfrau Debbie Meyer an Sommerspielen das Triple 200, 400 und 800 m Crawl schaffen. Die 19-Jährige siegte auch über 200 m, in jener Disziplin, in der es für sie am schwierigsten war, zu gewinnen. Ledecky musste denn auch hart kämpfen, um Sarah Sjöström zu bezwingen. Am Ende war sie mit 1:53,73 Minuten um 35 Hundertstelsekunden schneller als die Schwedin.

Über 400 m Crawl hatte Ledecky bereits in der Nacht auf Montag Gold geholt, und zwar mit einem Weltrekord. Über 800 m Crawl ist ein weiterer Triumph nur eine Formsache, zu überlegen ist sie in dieser Disziplin.

Hosszu mit dritter Goldmedaille

Wie Phelps hat auch Katinka Hosszu in Rio bereits drei Goldmedaillen geholt. Nach den Siegen über 400 m Lagen und 100 m Rücken war die 27-jährige Ungarin auch über 200 m Lagen nicht zu schlagen. Zur Hälfte des Rennens noch auf Weltrekord-Kurs liegend, zollte die "Iron Lady" genannte Osteuropäerin auf den letzten 50 Metern etwas ihrem harten Programm. Die Britin Siobhan-Marie O'Connor kam noch bis auf drei Zehntel heran. Mit 2:06,58 Minuten blieb Hosszu um 46 Hundertstelsekunden über ihrer Bestmarke.

sda-ats

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