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Ein Salzwasserkrokodil im Norden Australiens. Wegen mehrerer Krokodil-Attacken will ein Politiker die Jagd auf die Tiere erlauben. (Archiv)

KEYSTONE/EPA/NEDA VANOVAC

(sda-ats)

Nach der jüngsten Krokodil-Attacke auf eine Frau in Australien hat ein Politiker sich für die Jagd auf die gefährlichen Tiere starkgemacht. Es gebe längst zu viele Krokodile, sagte Bob Katter am Dienstag.

"Alle Tiere, die den Krokodilen gefährlich werden können, sind weg. Um die Balance in der Natur wiederherzustellen, sollten wir Jagd-Safaris zulassen", sagte Katter. Die Reptilien stehen unter Schutz.

Katter vertritt im Parlament North Queensland, eine Region mit vielen Krokodilen. Dort hatte ein Reptil am Sonntag eine Frau im seichten Wasser mit sich gerissen. Von der 46-Jährigen fehlte bis Dienstag jede Spur. Es war bereits die vierte Krokodil-Attacke in der Region in diesem Jahr.

Tierschützer kritisierten den Safari-Vorschlag. "Es ist besser, die Tiere einzufangen und anderswo auszusetzen, als sie willkürlich zu zerstören", sagte Craig Adams vom australischen Reptilien-Park. Krokodile haben kurz nach dem Schlüpfen natürliche Feinde wie Echsen und Vögel. Nur ein Bruchteil der geschlüpften Tiere überlebt.

In Australien gibt es Süss- und Salzwasserkrokodile. Die Salzwasserkrokodile werden bis zu sieben Meter lang, doppelt so gross wie die Süsswassertiere, und sind aggressiver.

Die Krokodil-Jagd wurde 1971 verboten, als es nur noch ein paar Tausend Exemplare gab. Heute gehen die Behörden davon aus, dass allein im Gebiet Northern Territory im Norden Australiens 100'000 Salzwasserkrokodile leben.

sda-ats

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