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Der Hightech-Bus mit Brennstoffzellenantrieb fährt ruhig: Trotz positiver Erfahrungen stellt PostAuto den Versuchsbetrieb in der Region Brugg AG nach fünf Jahren ein.

Handout PostAuto

(sda-ats)

Nach fünf Jahren beendet das Transportunternehmen PostAuto in der Region Brugg AG den Versuchsbetrieb mit Hightech-Bussen, die Wasserstoff als Energiequelle nutzen. Eine Verlängerung des Projekts liefere kaum weitere Erkenntnisse zur Technik und zum Betrieb.

Das Vorhaben laufe Ende Jahr aus, teilte PostAuto am Donnerstag mit. Seit 2011 stehen bis zu fünf Brennstoffzellen-Postautos im Linienbetrieb. Der Probelauf war von Beginn an auf fünf Jahre angesetzt.

Der Verantwortlichen von PostAuto ziehen eine positive Bilanz. Die Brennstoffzellen-Postautos seien bei den Fahrgästen und beim Fahrpersonal beliebt. Die fünf baugleichen, elektrisch angetriebenen Busse von Mercedes-Benz würden durch ihre ruhige und ruckfreie Fahrweise auffallen.

Die Busse werden ausschliesslich mit Wasserstoff betankt. In den Brennstoffzellen, die sich auf dem Dach des Fahrzeugs befinden, wird der Wasserstoff in elektrische Antriebsenergie für zwei Radnabenmotoren umgewandelt. Der Bus fährt elektrisch und stösst reinen Wasserstoff aus.

In der Region Brugg legten die fünf Brennstoffzellen-Postuatos bis anhin insgesamt 1,2 Millionen Kilometer zurück. Damit wurde ein Ausstoss von 1500 Tonnen CO2 vermieden.

Technische Entwicklung abwarten

Das Ende des Projekts in Brugg bedeutet gemäss PostAuto nicht, dass man sich endgültig von der Wasserstoff-Technologie verabschiedet. Die fehlende Serienreife von Postautos mit dieser Antriebstechnik habe den Entscheid begünstigt, den Probebetrieb nicht zu verlängern. Die Entwicklung werde beobachtet.

Das Ziel sei, langfristig unabhängig von fossilen Treibstoffen zu werden. PostAuto macht nach eigenen Angaben auch gute Erfahrungen mit dem Einsatz von Diesel-Hybridfahrzeugen. Ab dem kommenden Winter will PostAuto zudem in den Kantonen Bern und Obwalden zwei Elektrobusse testen.

Erste Wasserstofftankstelle

Ungewiss ist die Zukunft der ersten Schweizer Wasserstofftankstelle für Busse in Brugg. Das Transportunternehmen investierte zwei Millionen Franken in die Anlage. Gespräche mit Partnern hätten stattgefunden, Entscheide seien noch keine gefallen, heisst es.

Die Hightech-Postautos sind noch bis spätestens Frühjahr 2017 unterwegs und werden schrittweise ersetzt. Nach dem Ende des Versuchsbetriebs will PostAuto ausführlich Bilanz ziehen.

sda-ats

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