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Die Silvesternacht in Köln hat nach zahlreichen Prosten auch juristische Folgen. (Archiv).

KEYSTONE/EPA DPA/OLIVER BERG

(sda-ats)

Gut sechs Monate nach den Übergriffen an der Kölner Silvesternacht hat am Donnerstag in der Domstadt ein Prozess gegen zwei mutmassliche Sexualtäter begonnen.

Vor Gericht stehen ein 26-jähriger Algerier und ein 21-jähriger Iraker, die unter anderem wegen sexueller Nötigung angeklagt sind.

Es handelt sich um den zweiten Prozess wegen eines Sexualdelikts in der Kölner Silvesternacht und um den ersten Prozess, in der der Anklagevorwurf auf sexuelle Nötigung lautet. In einem ersten Verfahren Anfang Mai hatte sich ein Algerier wegen versuchter sexueller Nötigung verantworten müssen. Die Tat konnte ihm aber nicht nachgewiesen werden, weil das Opfer den Angeklagten im Gerichtssaal nicht wiedererkannte.

In dem nun begonnenen Prozess geht es um Übergriffe auf zwei Frauen bei den Kölner Silvesterausschreitungen. Laut Staatsanwaltschaft sollen die beiden Angeklagten mit den späteren Opfern zunächst am Kölner Dom Fotos gemacht haben, bevor eine Gruppe von Männern hinzu kam.

Die beiden Frauen wurden der Anklage zufolge durch die Männer getrennt. Eine der Frauen soll dann aus der Männergruppe heraus unsittlich berührt worden sein. Auch das zweite Opfer wurde demnach von Männern umzingelt. Dabei versuchten Männer aus der Gruppe, die Handtasche der Frau zu öffnen. Zudem soll der jüngere der beiden Angeklagten die Frau geküsst und ihr Gesicht abgeleckt haben.

In der Silvesternacht hatten überwiegend aus Nordafrika stammende Täter am Kölner Hauptbahnhof und am benachbarten Dom sexuelle Übergriffe auf hunderte Frauen sowie Raubdelikte verübt. Die Taten lösten eine grosse Debatte über den Umgang mit straffälligen Flüchtlingen aus.

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SDA-ATS