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Räuber klauten aus einem Zug in Indien unbemerkt Geldscheine - die bewaffnete Wachmannschaft merkte davon nichts.

KEYSTONE/AP/Rajesh Kumar Singh

(sda-ats)

In einem filmreifen Coup haben Räuber in Indien umgerechnet knapp 850'000 Franken aus einem fahrenden Zug erbeutet. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, schnitten die Täter ein mannsbreites Loch in das Dach des Post-Waggons und entkamen unbemerkt mit ihrer Beute.

Bei dem Geld handelte es sich um alte Scheine, die von der Bank of India zur Entsorgung in das südindischen Chennai geschickt worden waren. Insgesamt lagerten Scheine im Wert von 3,42 Milliarden Rupien (mehr als 50 Millionen Franken) in dem Waggon.

Die bewaffnete Wachmannschaft sass während der rund 300 Kilometer langen Zugfahrt im Nebenabteil, bemerkte aber nichts. Der Diebstahl wurde erst nach der Ankunft des Zugs in Chennai entdeckt.

Unklar war bis Mittwoch, auf welchem Teil der Strecke die Räuber zuschlugen und wie genau sie dabei vorgingen. Ein Ermittler sagte der Zeitung "The Hindu", die Gang habe sich womöglich schon vor Abfahrt des Zugs in dem Post-Waggon versteckt und sich dann gemeinsam mit den Geldsäcken einschliessen lassen.

Laut dem Leiter der Ermittlungen waren vermutlich sechs bis acht Männer am Raub beteiligt. Die gestohlenen Scheine sind demnach zwar alt und verschmutzt, aber noch gültig.

sda-ats

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