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Der Champions-League-Final zwischen Real und Atletico Madrid bleibt bis zur letzten Sekunde spannend. Während Real den Triumph ausgelassen feiert, muss Atletico den nächste Tiefschlag verdauen.

Torschütze Sergio Ramos posierte stolz mit Frau und Kind neben dem Champions-League-Pokal, Verteidiger Pepe knipste ein Erinnerungsfoto vor der Fankurve, und Trainer Zinédine Zidane wurde von den Spielern hoch in die Luft geworfen: Die Stars von Real Madrid haben ihren elften Triumph in der Königsklasse ausgelassen gefeiert.

Noch in der Nacht wollten tausende Fans ihren Helden in der Heimat nach dem Sieg im Penaltyschiessen gegen Stadtrivale Atletico Madrid im Endspiel von Mailand einen triumphalen Empfang bereiten. "Das ist ein besonderer Moment, ein magischer Moment, den die Spieler und die Fans verdienen, die immer hier waren", sagte Reals Superstar Cristiano Ronaldo, der den entscheidenden Penalty verwandelt hatte.

Bei Verlierer Atletico sass der Schock über die zweite Finalniederlage nach dem 1:4 nach Verlängerung vor zwei Jahren in Lissabon tief. "Was mir wehtut, ist, die Menschen zu sehen, die für ihr Ticket bezahlt haben und nach Mailand gekommen sind", sagte Trainer Diego Simeone. "Ich habe es nicht geschafft, ihnen das zu geben, was sie wollten."

Fassungslos standen die Atletico-Profis auch Minuten nach dem letzten Penalty auf dem Rasen, die Hände in die Hüften gestemmt oder das Trikot über den Kopf gezogen. "Wir sind am Boden zerstört. Das ist ein weiterer sehr trauriger Tag für unsere Geschichte", gab Captain Gabi zu. Stürmer Antoine Griezmann, der kurz nach der Pause einen Penalty verschossen und damit die grosse Chance auf einen früheren Ausgleich vergeben hatte, sagte: "Man muss aus diesen Dingen lernen und stärker zurückkommen."

Atletico hatte nach der Real-Führung durch ein Tor von Sergio Ramos (15.) ein beeindruckendes Comeback geschafft. Yannick Ferreira-Carrasco (79.) gelang noch der Ausgleich, doch im Penaltyschiessen hatte Real dann das bessere Ende für sich.

Nach Ronaldos verwandeltem Penalty stürmten seine Teamkollegen auf den Platz und begruben den Portugiesen in einer Jubeltraube unter sich. "Der Gewinn einer Champions League ist das grösste der Gefühle", schwärmte Trainer Zinédine Zidane, der nach fünf Monaten als Trainer der Profis seinen ersten grossen Titel gewinnen konnte. "Ich will jetzt nur diesen Triumph geniessen, dann schauen wir weiter", kündigte der Franzose zu Beginn des Party-Marathons in Mailand und Madrid an.

sda-ats

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