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Real Madrid gewinnt zum dritten Mal nach 2002 und 2014 den europäischen Supercup. Der Champions-League-Sieger siegt in Trondheim gegen den Europa-League-Gewinner Sevilla nach Verlängerung 3:2.

Sergio Ramos rettete Real Madrid mit seinem Kopfball-Treffer in der 93. Minute in die Verlängerung. Der Captain, der einst beim FC Sevilla den Durchbruch geschafft hatte, konnte völlig freistehend eine Flanke von Lucas Vazquez verwerten. Zuvor hatte Sevilla einen frühen 0:1-Rückstand durch Tore von Franco Vazquez (41.) und Jewhen Konopljanka (72.) gewendet.

In der Verlängerung musste der Aussenseiter aus Sevilla rasch die Gelb-Rote Karte seines Innenverteidigers Timothée Kolodziejczak hinnehmen. Real Madrid konnte zunächst keine seiner Chancen in den letzten 30 Minuten nutzen. James Rodriguez (108.) und Lucas Vazquez (112.) scheiterten alleine vor Sevillas Keeper Sergio Rico. Schliesslich sorgte Aussenverteidiger Dani Carvajal nach einem schönen Solo in der 119. Minute für die Entscheidung.

Beide Mannschaften traten personell deutlich anders auf als noch im Mai bei ihren Europacup-Finals. Bei Real Madrid fehlten unter anderen die EM-Teilnehmer Cristiano Ronaldo, Pepe, Toni Kroos und Gareth Bale, die zum Teil noch gar nicht wieder ins Training eingestiegen sind. Der FC Sevilla muss nach den Weggängen diverser Leistungsträger und von Erfolgscoach Unai Emery unter Jorge Sampaoli eine neue Mannschaft aufbauen.

Es war also nicht erstaunlich, dass auch Spieler den Supercup-Final prägten, die weniger bekannt sind. Marco Asensio, der sein erstes Pflichtspiel für Real Madrid bestritt, schoss das 1:0. Der 20-jährige Sohn einer niederländischen Mutter und eines spanischen Vaters traf nach nicht mal 21 Minuten mit einem herrlichen Schuss ins Lattenkreuz.

Auf den Treffer von Asensio, der im letzten März gegen Bosnien-Herzegowina in St. Gallen zu seinem ersten Einsatz mit der spanischen A-Nationalmannschaft gekommen ist, konnte Sevilla im Verlauf der Partie reagieren. Die Andalusier steigerten sich und beanspruchten auch ein wenig Glück. Beim 1:1 von Neuzugang Franco Vazquez kurz vor der Pause verlor die Abwehr von Real Madrid den Überblick. Dem von Konopljanka verwerteten Penalty in der 72. Minute ging eine Intervention von Sergio Ramos voraus, die nicht zwingend hätte bestraft werden müssen.

Telegramm: Real Madrid - FC Sevilla 3:2 (2:2, 1:1) n.V. - Trondheim. - SR Mazic (SRB). - Tore: 21. Asensio 1:0. 41. Vazquez 1:1. 72. Konopljanka (Foulpenalty) 1:2. 93. Ramos 2:2. 119. Carvajal 3:2.

Real Madrid: Casilla; Carvajal, Varane, Ramos, Marcelo; Kovacic (73. Rodriguez), Casemiro, Isco (66. Modric); Lucas Vazquez, Morata (62. Benzema), Asensio.

FC Sevilla: Rico; Pareja, Daniel Carriço (51. Rami), Kolodziejczak; Kiyotake, Iborra (74. Kranevitter), N'Zonzi, Vazquez; Mariano Ferreira, Vietto (67. Konopljanka), Vitolo.

Bemerkungen: Real Madrid ohne Ronaldo, Bale, Pepe, Navas, Kroos und Coentrão (alle verletzt). Sevilla ohne Trémoulinas und Krohn-Dehli (beide verletzt). 93. Gelb-rote Karte gegen Kolodziejczak. Verwarnungen: 39. Vitolo. 84. Carvajal. 90. Kolodziejczak. 93. Rodriguez (alle Foul).

sda-ats

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