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Präsident Hollande (rechts) schüttelt dem Rektor der Grossen Moschee von Paris, Boubakeur (links), die Hand.

Keystone/AP/THOMAS PADILLA

(sda-ats)

Nach dem tödlichen Anschlag auf eine Kirche in Nordfrankreich haben Religionsvertreter besseren Schutz für Kirchen, Moscheen und Synagogen gefordert. Präsident François Hollande hatte die Vertreter der Glaubensgemeinschaften in den Elyséepalast eingeladen.

"Wir haben alle den grossen Wunsch geäussert, dass für unsere Kultstätten grössere Achtsamkeit gilt", sagte der Rektor der Grossen Moschee in Paris, Dalil Boubakeur, am Mittwoch nach dem Treffen in Paris.

Der Anschlag auf die Kirche in der nahe Rouen gelegenen Stadt Saint-Etienne-du-Rouvray vom Dienstag zeige, dass jeder Treffpunkt von Gläubigen zum Ziel eines Angriffs werden könne, fügte Boubakeur hinzu. Bei dem Angriff während eines Gottesdienstes hatten zwei Männer einen Priester getötet und einen Gottesdienstbesucher schwer verletzt, bevor sie erschossen wurden.

Als Reaktion auf die Attacke lud Hollande die Vertreter von katholischer, evangelischer und orthodoxer Kirche sowie von Islam, Judentum und Buddhismus am Mittwochmorgen in den Elysée-Palast ein. Anschliessend versammelte er sein Sicherheitskabinett zu einem Treffen, um über die Folgen des Anschlags zu beraten.

Der erste dschihadistische Anschlag auf eine Kirche in Frankreich hat weit über die Landesgrenzen hinaus grosse Betroffenheit ausgelöst. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat die Attacke für sich in Anspruch genommen.

sda-ats

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