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Der Ausflug eines Rentnerpaares mit dem Faltboot (vorne) auf dem Engadiner Silsersee endete tödlich, als eine Windböe das Segelkanu kentern liess.

Kapo GR

(sda-ats)

Der Bootsausflug eines Rentnerpaares aus Frankreich auf dem malerischen Silsersee im Engadin hat am Mittwoch ein tragisches Ende genommen: Das schmale Boot kenterte, die Frau verlor im kalten Wasser das Bewusstsein und starb trotz sofort herbeigeeilter Retter.

Die 75-Jährige war zusammen mit ihrem Ehemann in einem Faltboot mit Segel unterwegs, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Als das Segelkanu bei der Halbinsel in Isola von einer Windböe erfasst wurde und kenterte, fiel das Ehepaar ins kalte Wasser.

Die Frau fühlte sich plötzlich unwohl und verlor kurz darauf das Bewusstsein. Der Ehemann versuchte sie ans Ufer zu ziehen. Eine Segellehrerin, die sich unweit der Gekenterten auf dem See befand, eilte zu Hilfe und hievte die Frau an Bord ihres Bootes.

Wildhüter versuchen erfolglos zu reanimieren

Schliesslich brachte ein Motorboot des Amtes für Jagd und Fischerei mit zwei Wildhütern an Bord die Frau an Land. Dort versuchten die Wildhüter erfolglos die Frau zu reanimieren. Nach kurzer Zeit trafen die Rettung Oberengadin und ein Rega-Helikopter ein. Der Rega-Notarzt konnte bei der Verunfallten nur noch den Tod feststellen.

Bei tödlichen Unfall auf dem Silsersee handelt es sich schon um den dritten Todesfall auf Bündner Bergseen innert fünf Tagen. Ebenfalls am Mittwoch war ein 20-jähriger Kongolese aus dem Tessin im kleinen Badesee Lag da Claus in Sedrun im Bündner Oberland ertrunken. Und am Samstag ertrank ein 25-Jähriger Phillippiner aus dem Kanton Zürich im Caumasee in Flims, bei Versuch auf eine Insel zu schwimmen.

sda-ats

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