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Auf der Glas-Gemme des in Pratteln gefundenen römischen Goldringes ist vermutlich Merkur abgebildet, der Gott des Handels.

Keystone/Sabine Bugmann

(sda-ats)

Nach 18 Jahrhunderten ist ein goldener Fingerring bei einer Ausgrabung in Pratteln wieder aufgetaucht. Das Prunkstück dürfte einem reichen Gutsherren gehört haben, teilte Archäologie Baselland am Donnerstag mit.

Die Baselbieter Behörde vermutet, dass der Ring in den bürgerkriegsähnlichen Wirren des Gallischen Sonderreiches zwischen 260 und 274 nach Christus im Boden versteckt worden war und seither dort schlummerte. Die seltene Kostbarkeit dokumentiere den Reichtum der der damaligen Gutsleute am heutigen Kästeliweg.

Derzeit werden rund 12'000 Quadratmeter archäologisch untersucht, wo der Gutshof einst stand. Römische Vergangenheit sei seit den 1840er Jahren bekannt; seither seien dort etwa Mosaike, beheizte Gemächer oder säulengeschmückte Portiken zutage gefördert worden. Die aktuelle Bau-Notgrabung geht römischer Landwirtschaft auf den Grund.

Der damalige Eigentümer könnte auch in der nahe gelegenen Römerstadt Augusta Raurica - die auf heutigem Boden von Augst BL und Kaiseraugst AG lag - eine wichtige Persönlichkeit gewesen sein, hiess es weiter.

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SDA-ATS