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Roger Federer kehrt in alter Stärke und mit einem Erfolg auf die Tennis-Tour zurück. Der 35-jährige Baselbieter siegt bei seinem Comeback am Hopman Cup gegen den Briten Daniel Evans 6:3, 6:4.

In der mit 13'600 Zuschauern ausverkauften Perth Arena trat Federer auf, als wäre er nie weg gewesen. Der 17-fache Grand-Slam-Sieger, von den Fans mit einer Standing Ovation empfangen, sprühte gegen die Nummer 66 der Welt vor Spielfreude. Mit einem Ass und einem erfolgreichen Volley legte Federer gleich fulminant los, und auch in der Folge packte der Schweizer sein ganzes Schlagrepertoire aus. Am Ende standen für Federer 24 Winner zu Buche

Vor allem die Vorhand funktionierte bereits wieder ausgezeichnet, auch am Netz vermochte Federer überzeugen. Am meisten Probleme bekundete der Baselbieter mit dem Return, vor allem auf der Rückhandseite besitzt er in den weiteren Partien in dieser Woche gegen Alexander Zverev und Richard Gasquet Steigerungspotenzial.

Er könne nicht glücklicher sein, die Schuhe wieder zu binden, auf den Centre Court zu treten und dabei so empfangen zu werden, sagte Federer nach seinem 61-minütigen Auftritt. "Die Schmerzen in den letzten Monaten haben sich gelohnt." Es sei eine lange Zeit gewesen, die er aufgrund seiner Verletzung genutzt habe, um diese mit seiner Familie, seinen Freunden und den Eltern zu verbringen. "Aber mit der Zeit begann ich das Tennis zu vermissen."

Seine zuvor letzte Partie hatte Federer am 8. Juli 2016 im verlorenen Wimbledon-Halbfinal gegen den Kanadier Milos Raonic bestritten, ehe er wegen Problemen mit seinem im Februar 2016 operierten Knie die Saison abbrach. Als Folge der langen Pause fiel Federer im Ranking auf Position 16 zurück, womit er erstmals seit 2002 eine Saison nicht in den Top Ten in Angriff nimmt.

Für Federer ist es die dritte Teilnahme am Hopman Cup. 2001 hatte er den Teamwettbewerb an der Seite von Martina Hingis gewonnen, 2002 trat er an der australischen Westküste zusammen mit seiner heutigen Frau Mirka an. Seine Partnerin in diesem Jahr ist Belinda Bencic, die ihr Saisondebüt gegen Heather Watson mit 7:5, 3:6, 6:2 ebenfalls siegreich gestaltete.

Im Gegensatz zu Federer hatte Bencic aber wesentlich härter zu kämpfen, bis ihr Sieg unter Dach und Fach war. Beim Stand von 7:5, 3:1 hatte die 19-Jährige aus Wollerau einen kleinen Durchhänger und verlor fünf Games in Folge, ehe sie sich wieder fing und den ersten Sieg für die Schweiz unter Dach und Fach brachte.

Spätestens im Mixed war von Nervosität bei Bencic nichts mehr zu spüren. Die Teenagerin hatte an der Seite ihres Idols sichtlich Spass und spielte gross auf. In weniger als einer haben Stunde holten die Schweizer mit 4:0, 4:1 auch den dritten Punkt.

SDA-ATS