Alle News in Kürze

Der Campus Martius, wo einst Julius Caesar ermordet worden sein soll, gehört zu den antiken Stätten Roms, für deren Instandhaltung die italienische Hauptstadt auf Betteltour geht.

KEYSTONE/AP/DOMENICO STINELLIS

(sda-ats)

Die Stadt Rom hat einen Spendenaufruf über 500 Millionen Euro für den Erhalt ihrer Kulturgüter gestartet. Firmen und Bürger sollten dazu beitragen, das Forum Romanum, den Circus Maximus und andere weltberühmte Stätten zu erhalten.

Der Beauftragte für das Kulturerbe Roms, Claudio Parisi Presicce, präsentierte das Vorhaben am Dienstag vor Journalisten in der italienischen Hauptstadt. Das mit zwölf Milliarden Euro verschuldete Rom sieht sich selbst nicht in der Lage, für den Erhalt all seiner Kulturgüter zu sorgen. Ob die Spendenbereitschaft gross sein wird, sei nach dem Korruptionsskandal in der Stadtverwaltung allerdings nicht sicher, musste Übergangsbürgermeister Francesco Paolo Tronca einräumen.

Bislang hatten bereits Luxusmarken der klammen Stadt unter die Arme gegriffen. So hatte die italienische Modefirma Fendi die Restaurierung des berühmten Trevi-Brunnens finanziert. Edel-Juwelier Bulgari lässt die Spanische Treppe wieder herrichten und der Taschen- und Schuhhersteller Tod's übernimmt die Renovierung des Kolosseums.

Neben diversen grösseren Projekten hat Tronca aber auch für weniger solvente Rom-Liebhaber etwas auf seiner neuen 500-Millionen-Euro-Liste: Unkrautjäten für 300 Euro an der Trajanssäule.

sda-ats

 Alle News in Kürze