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Portugal agiert gegen Island zwar überlegen, doch es reicht nur zu einem Remis. Basels Birkir Bjarnason verdirbt mit dem ersten EM-Tor für den Aussenseiter Superstar Ronaldo die Laune.

Angesäuert stapfte Cristiano Ronaldo nach dem Remis seiner Portugiesen im ersten EM-Spiel durch die Mixed-Zone, die kleine Blamage gegen den Underdog aus Island schmeckte dem Superstar von Real Madrid gar nicht. "Das ist ein wenig frustrierend", beklagte der 31-Jährige nach dem 1:1 in Saint-Etienne. "Aber wir sind nicht besorgt. Es war erst der Anfang des Turniers", so Ronaldo trotzig.

Zu den Isländern meinte der dreimalige Champions-League-Sieger: "Sie haben gefeiert, als wären sie Europameister geworden, es war unglaublich. Dabei haben sie gar nicht erst versucht, zu spielen, sondern nur verteidigt und verteidigt. Meiner Meinung nach zeugt das von kleiner Mentalität, deswegen werden sie nichts erreichen."

Dabei war für den dominierenden Favoriten am Dienstagabend zunächst alles nach Plan gelaufen. Nani brachte Portugal in der 31. Minute mit dem 600. Endrundentor der EM-Geschichte verdient in Führung. Doch Birkir Bjarnason vom Schweizer Meister FC Basel gelang fünf Minuten nach der Pause der umjubelte Ausgleich und verdarb Ronaldo & Co. die Laune.

Portugals Torschütze Nani wertete das Remis als "ein Signal für uns, damit wir in den weiteren Spielen Siege einfahren sollten". Jubelstimmung herrschte bei den Aussenseitern aus Island. "Unglaublich", befand Mittelfeldspieler und Captain Aron Gunnarsson. "Wir hatten einen Plan, und der ist aufgegangen. Aber es war echt harte Arbeit, denn Portugal war sehr stark."

Für Ronaldo war dieses Lob freilich nur ein schwacher Trost. Er hatte nur beim Anpfiff etwas zu feiern: Mit dem 127. Länderspieleinsatz schloss der Offensivstar zu Portugals Rekord-Nationalspieler Luis Figo auf.

sda-ats

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