Russe holt sich im Pazifik Abfuhr für Zarenreich-Pläne


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Ein Russe wollte auf drei unbewohnten Inseln im Pazifik das Zarenreich wieder einsetzen. Doch der Inselstaat Kiribati, zu dem die Inseln gehören, lehnte den Vorschlag ab. (Archiv)

KEYSTONE/AP nasa

(sda-ats)

Der russische Geschäftsmann Anton Bakow hat sich mit Plänen zur Wiederbelebung des Zarenreichs in der Südsee eine Abfuhr geholt. Der Inselstaat Kiribati im Pazifik lehnte ein Angebot über insgesamt mehr als 350 Millionen US-Dollar ab.

Das berichtete die Tageszeitung "Papua New Guinea Today" am Dienstag. Bakow, der Vorsitzende der russischen Monarchisten, hatte vorgeschlagen, auf drei unbewohnten Pazifik-Inseln massiv in den Tourismus zu investieren. Als Gegenleistung sollte ein Jahrhundert nach der Oktoberrevolution von 1917 auf den drei Inseln die Regentschaft der Romanows wieder eingesetzt werden.

Die Regierung des Inselstaats Kiribati, etwa auf halber Strecke zwischen Australien und Hawaii gelegen, setzte daraufhin eine Prüfungskommission ein. Die Kommission kam nun jedoch zu dem Schluss, dass die Offerte "nicht positiv" bewertet werden könne.

Kiribati mit seinen etwas mehr als 100'000 Einwohnern gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Zudem ist der Inselstaat, der in der Regel nur wenige Meter aus dem Wasser ragt, von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen.

Bakow hatte geplant, eine Reihe Öko-Hotels zu eröffnen. Zudem versprach er den Bau von Häfen, Schulen und Spitälern sowie einer "Universität des Russischen Reichs". Bakow selbst war am Dienstag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

SDA-ATS

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