Schweizer Junioren nach Niederlage im Viertelfinal gegen die USA


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Die Schweiz verliert an der U20-WM in Kanada zum Abschluss der Vorrunde gegen Finnland 0:2 und beendet die Gruppe A als Vierter. Im Viertelfinal sind die USA der Gegner.

Nach dem 5:4-Sieg nach Penaltyschiessen gegen Dänemark am Vortag ging es für die Schweizer gegen die zuvor punktelosen Finnen "nur" noch um eine bessere Platzierung in der Gruppe. Mit einem Sieg hätte sich die SIHF-Auswahl vom 4. auf den 2. Platz verbessert.

Trotz der vielversprechenden Ausgangslage schafften es die Schweizer nicht, nochmals den notwendigen Fokus zu finden. Sie waren den Finnen deutlich unterlegen, brachten in den 60 Minuten gerademal 17 Torschüsse zu Stande. Hätte Torhüter Joren van Pottelberghe nicht erneut eine Topleistung abgerufen, wäre die Niederlage deutlich höher ausgefallen. Der Davoser, 2015 von den Detroit Red Wings als Nummer 110 gedraftet, zeigte 49 Paraden. Insgesamt wehrte er in der Vorrunde 145 Schüsse ab, so viel wie kein anderer Keeper an diesem Turnier.

Wohlwend ärgerte sich masslos über das Auftreten seiner Mannschaft: "Uns wurde die Chance, Zweiter zu werden, auf dem silbernen Tablett serviert, doch machten wir nichts dafür. Das war eine Katastrophe." Es sei von der Einstellung und der Kampfbereitschaft her das schlechteste Spiel in seiner Ära gewesen. Wohlwend hatte auf diese Saison hin John Fust abgelöst, nachdem die Schweizer an den letzten beiden Weltmeisterschaften zweimal die Viertelfinals verpasst hatten.

Die beiden Tore erzielten die Finnen im Mitteldrittel. Aapeli Rasanen und Eeli Tolvanen liessen sich je einen Treffer und ein Assist gutschreiben. Beim 0:2 in der 34. Minute sass der nach einer Sperre ins Team zurückgekehrte Captain Calvin Thürkauf auf der Strafbank. Dafür fehlte diesmal Yannick Zehnder, der gegen Dänemark zwei Tore erzielte hatte. Der Center des NLB-Teams EVZ Academy musste sich übergeben, sollte im Viertelfinal aber wieder einsatzfähig sein.

Gegen die USA ist von den Schweizern eine deutliche Steigerung gefordert. Die Amerikaner gaben in der Vorrunde keinen Punkt ab, bezwangen selbst Gastgeber Kanada 3:1. Die Schweizer waren bereits in der Vorbereitung auf die USA getroffen, damals verloren sie nach einer guten Leistung 3:4. "Die Amerikaner sind sackstark. Wir müssen Gas geben", so Wohlwend. Am Sonntag stand aber erst noch der Transfer nach Toronto im Programm.

Die Finnen, die als erster amtierender Weltmeister die Relegationsrunde bestreiten müssen, hatten nach den Niederlagen in den ersten drei Spielen den Trainer gewechselt - Jussi Ahokas ersetzte Jukka Rautakorpi. Nun gilt es in der Best-of-3-Serie gegen Lettland, den Super-GAU zu verhindern.

Telegramm:

Finnland - Schweiz 2:0 (0:0, 2:0, 0:0)

Centre Bell, Montreal. - 4013 Zuschauer. - SR Burchell/Linde (CAN/SWE), Dahmen/Suchanek (SWE/CZE). - Tore: 25. Rasanen (Vesalainen, Tolvanen) 1:0. 34. Tolvanen (Saarijarvi, Rasanen/Ausschluss Thürkauf) 2:0. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Finnland, 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Schweiz: van Pottelberghe; Karrer, Siegenthaler; Gross, Stadler; Burren, Weber; Gerber; Riat, Hischier, Thürkauf; Eggenberger, Prassl, Miranda; In-Albon, Marchon, Portmann; Haussener, Diem, Haberstich.

Bemerkungen: Schweiz ohne Zehnder (krank), Wüthrich (Ersatzgoalie) und Ritz (überzähliger Torhüter). - Schweiz von 59:12 bis 60:00 ohne Goalie.

Schlussrangliste: 1. Schweden 4/12 (18:6). 2. Dänemark 4/6 (11:15). 3. Tschechien 4/5 (9:13). 4. Schweiz 4/4 (11:13). 5. Finnland 4/3 (6:8).

SDA-ATS

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