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Die Spitzenpaarungen des 1. Ganges beim Eidgenössischen in Estavayer sind bekannt. Schwingerkönig Matthias Sempach trifft auf den dreifachen Saisonsieger Christian Schuler.

Der Kampf zwischen dem 30-jährigen Matthias Sempach und dem knapp zwei Jahre jüngeren Christian Schuler, dem Schwyzer aus Rothenthurm, wird am Samstagmorgen vor über 50'000 Zuschauern in der provisorischen Arena auf dem Militärgelände in Payerne die attraktivste von vielen Paarungen sein, wie sie sich Samuel Feller, Technischer Leiter im ESV und Präsident des Einteilungskampfgerichts, auch für den weiteren Verlauf des Eidgenössischen Festes wünscht. Dazu werden auch Paarungen zwischen den älteren, routinierten und grossenteils siegessicheren Schwinger sowie den aufstrebenden Jungen gehören.

Der ebenfalls drei Saisonsiege vorweisende Schwingerkönig und Kilchberger Sieger Matthias Sempach aus dem emmentalischen Alchenstorf gegen Christian Schuler, den auf dem Papier stärksten Vertreter der Innerschweizer, die ihren zweiten Königstitel der Geschichte nach jenem von Harry Knüsel 1986 anstreben - das ist ein Hit nach Fellers Geschmack und wohl auch nach dem Geschmack der meisten Fans. Dem Technischen Leiter oblag es wie vor jedem Eidgenössischen, die Paarungen des ersten von acht Gängen ganz nach dem eigenen Gusto zusammenzustellen.

Man hätte auch erwarten können, dass Sempach zum Auftakt mit dem 21-jährigen Shooting-Star Armon Orlik aus dem Bündnerland zusammengreifen würde. Orlik, mit sechs Kranzfestsiegen der klar erfolgreichste Schwing der bisherigen Saison, wird dennoch keineswegs geschont, denn sein Gegner ist der zweite Berner Schwingerkönig Kilian Wenger. Ein reizvolles Duell der alternden Leistungsträger ist die Affiche der Begegnung zwischen dem Schwyzer Philipp Laimbacher und dem bärenstarken Seeländer Christian Stucki, dem Kilchberger Sieger von 2008.

Erst in der achten Paarung, die im 1. Gang nach dem Gesetz der Spannung üblicherweise als achtletzte ausgetragen wird, findet man Samuel Giger. Der blutjunge, hünenhafte und athletische Thurgauer gewann in diesem Jahr zwei Kranzfeste - zuletzt punktgleich mit Armon Orlik auf der Schwägalp - und gilt als Geheimtipp für den Königstitel. Für ihn hält Samuel Feller ein typisches Duell Jugend gegen Routine bereit, denn Giger wird es mit dem 36-jährigen Emmentaler Eidgenossen Thomas Zaugg zu tun bekommen. Giger hat gegen Zaugg heuer bereits einmal verloren. Auch der wohl beste Vertreter der Berner Youngsters, der Königssohn Remo Käser, muss sich am Anfang gegen einen starken Oldie wehren, gegen den Schwyzer Andreas Ulrich.

In vieler Augen dürfte der Fight zwischen Daniel Bösch und Matthias Glarner ähnlich attraktiv sein wie Sempach gegen Schuler. Bösch reist als aktueller Unspunnensieger nach Estavayer, Glarner gewann im Juli in überzeugender Manier das Berner Kantonalfest vor seiner Haustür in Meiringen.

Und schliesslich noch Arnold Forrer, mit 37 Jahren der Oldie unter den noch aktiven Schwingerkönigen. Obwohl er nicht mehr die Leistungsfähigkeit früherer Jahre ausspielen kann, wird der Toggenburger fürs erste von Samuel Feller nicht geschont. Sein Gegner, der junge Emmentaler Matthias Aeschbacher aus Hasle-Rüegsau, gehört zu den Entdeckungen der Saison. Innerhalb dieser Saison zeigte Aeschbacher grosse Fortschritte.

Die wichtigsten Duelle:

Christian Schuler (ISV) - Matthias Sempach (BKSV)

Armon Orlik (NOSV) - Kilian Wenger (BKSV)

Daniel Bösch (NOSV) - Matthias Glarner (BKSV)

Philipp Laimbacher (ISV) - Christian Stucki (BKSV)

sda-ats

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