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Nach dem ersten Betriebsjahr 1891 mit rund 33'000 Passagieren wuchs der Personenverkehr auf der Schiene im Mattertal zwischen Visp und Zermatt bis heute auf über drei Millionen Passagiere an. (Archivbild)

KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

(sda-ats)

Die Erstbesteigung des Matterhorns vor über 150 Jahren hat das damals schlecht erreichbare Zermatt weltberühmt gemacht. Als Folge des aufkommenden Tourismus wurde vor 125 Jahren die Bahnstrecke Visp-Zermatt eröffnet.

Für die 35 Kilometer lange Bahnstrecke mit 955 Meter Höhendifferenz benötigte der dampfbetriebene Zug bei der Eröffnung 1891 noch über zweieinhalb Stunden, wie die Matterhorn Gotthard Bahn am Montag mitteilte. Das Jubiläum wurde unter anderem mit einer dem "Walliser Boten" beigelegten Jubiläumszeitung gefeiert.

Im 19. Jahrhundert war die Strecke nur in den Sommermonaten zwischen Juni und und September offen, drei Züge verkehrten täglich berg- und talwärts. Der limitierte Betrieb schlug sich auch in den Passagierzahlen nieder: 33'695 Personen und 2075 Tonnen Güter wurden im ersten Betriebsjahr befördert.

Seither wurden 1929 die Dampfloks durch leistungsfähigere elektrische Lokomotiven ersetzt. Ab 1934 nahm die damalige Visp-Zermatt-Bahn den ganzjährigen Betrieb auf. Die Grenze von einer Million beförderter Passagiere wurde 1961 durchbrochen und 2003 wurde zur Matterhorn Gotthard Bahn fusioniert.

Die modernen Züge benötigen für die immer wieder erneuerte Strecke nur noch eine Stunde und fünf Minuten und transportieren mehr als drei Millionen Passagiere pro Jahr durch das Mattertal. Seit Ende 2014 verkehren die Züge zudem im Halbstundentakt.

sda-ats

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