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Vor dem neuerlichen Showdown an der (heutigen) Generalversammlung glänzt der Bauchemie-Konzern Sika erneut mit einem Rekordquartal. Der Umsatz wuchs im ersten Quartal um 6,6 Prozent - wegen des Wachstums und weil sich die Währungssituation günstiger entwickelte.

Das Zuger Unternehmen, das sich seit Dezember 2014 in einem Übernahmekampf mit der französischen Saint-Gobain-Gruppe befindet, erzielte im ersten Geschäftsquartal einen Umsatz von 1,27 Milliarden Franken. Das sei mehr als je zuvor in einem ersten Quartal, teilte Sika am Dienstagmorgen mit.

In Lokalwährungen verbesserte sich Sika gegenüber dem Vorjahr in jeder einzelnen Region, wobei der Umsatz in Lokalwährung total um gar 8,3 Prozent wuchs. Weil die Währungssituation stabiler war als auch schon, schmolz das Wachstum bei der Umrechnung in Schweizer Franken kaum zusammen.

Zum Gewinn im ersten Quartal macht Sika keine Angaben. Die Marge habe sich aber weiter positiv entwickelt, teilte das Unternehmen mit. Konzernchef Jan Jenisch zeigte sich im Communiqué "sehr zufrieden" mit dem Start ins Geschäftsjahr.

Neue Fabriken und Ländergesellschaften

Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller fährt seit längerem eine Wachstumsstrategie. Auch im ersten Quartal eröffnete Sika vier neue Fabriken, unter anderem eine Produktionsstätte für Betonzusatzmittel in Myanmar, wo das Unternehmen vom Bauboom profitieren will. In Kuwait gründete Sika seine 13. Ländergesellschaft im Nahen Osten.

Zweistellige Wachstumsraten meldete Sika unter anderem aus Afrika, dem Nahen Osten, Nordamerika und Teilen Südamerikas. In China blieb die Nachfrage zwar tief, laut Sika gibt es aber Anzeichen für Optimismus.

Sika bestätigt zudem den Ausblick für das laufende Jahr. Das Umsatzwachstum soll zwischen 6 und 8 Prozent liegen, die Margen sollen sogar überdurchschnittlich steigen. Die Wachstumsstrategie soll mit der Eröffnung weiterer Fabriken und Ländergesellschaften umgesetzt werden.

Am (heutigen) Dienstagnachmittag findet in Baar die Generalversammlung des Sika-Konzerns statt. Es wird angenommen, dass der Verwaltungsrat erneut die Stimmkraft der Erbenfamilie beschränken wird, welche ihre Anteile an Saint-Gobain verkaufen will.

sda-ats

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