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Weltweit wird mit Spannung erwartet, wie sich Donald Trump in der TV-Debatte im US-Wahlkampf auf die Frage nach dem Skandal-Video äussert. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/AHN YOUNG-JOON

(sda-ats)

Das Skandalvideo um Donald Trump soll zur ersten Frage des TV-Duells der US-Präsidentschaftskandidaten in der Nacht zum Montag werden - und Hillary Clinton wird als erste antworten.

Die Moderatoren Anderson Cooper (CNN) und Martha Raddatz (ABC) hätten sich darauf verständigt, die Veranstaltung in St. Louis gleich mit diesem Thema zu eröffnen, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf eine ABC-Quelle. Zuvor war traditionell durch einen Münzwurf entschieden worden, wer zuerst antwortet.

Experten stritten darüber, ob dieser Auftakt Trump entgegen kommen könnte oder nicht. Topberater hatten ihm nach Medienberichten nahegelegt, sich in der Debatte möglichst rasch noch einmal für die obszönen Äusserungen über die Frauen im Video zu entschuldigen, klar zu machen, dass er sich längst geändert habe - und dann zu versuchen, den Blick schnell auf ein anderes Thema zu lenken.

Allerdings ist Trump für seine sehr begrenzte Disziplin bekannt - und könnte nach einer Entschuldigung gleich zum Angriff übergehen und die Frauenaffären von Hillarys Ehemann Bill Clinton ins Spiel bringen. Viele Experten glauben, dass dies ein schwerer Fehler wäre.

Obamas Kritik

Die TV-Debatte um 21 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr MESZ) hat ein sogenanntes Townhall-Format, das heisst, der Rahmen ist lockerer, und ein grosser Teil der Fragen kommt aus dem Publikum.

Unterdessen verurteilte auch US-Präsident Barack Obama die sexistischen Äusserungen Trumps als "entwürdigend und herabsetzend". Trump setze nicht nur Frauen herab, sondern auch Minderheiten, Einwanderer sowie Menschen anderen Glaubens und mache sich über Behinderte lustig - "er plustert sich selbst auf, indem er andere Leute herabsetzt", sagte der US-Präsident am Sonntag bei einer Wahlkampfveranstaltung der Demokraten in Chicago.

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SDA-ATS