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Kolumbianische Journalisten gedenken ihrer verschwundenen spanischen Kollegin - was mit Salud Hernández-Mora geschah, ist ungewiss.

KEYSTONE/EPA EFE/SCHNEYDER MENDOZA

(sda-ats)

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hält es für möglich, dass eine angeblich entführte spanische Journalistin sich freiwillig für eine Recherche in einem Rebellengebiet aufhält.

Man gehe Informationen nach, dass die Korrespondentin der Zeitung "El Mundo", Salud Hernández-Mora, daher womöglich auch nicht von der ELN-Guerilla entführt worden ist, sagte er nach einer Sitzung des Sicherheitsrates in der Stadt Quibdó im Departement Chocó.

Zudem habe Hernández-Mora dem Direktor der kolumbianischen Zeitung "El Tiempo", für die sie auch schreibt, mitgeteilt, dass sie wegen einer Recherche in einer Gegend ohne Handysignal für einige Tage nicht erreichbar sei. Sie ist seit Samstag verschwunden. Spaniens Regierung ging von einer Entführung aus. "Alles deutet darauf hin, dass es die ELN war", sagte Aussenminister Manuel García-Margallo.

Hernández-Mora ist unter anderem aufgrund ihrer kritischen Berichte über die kolumbianischen Rebellengruppen und den Friedensprozess im südamerikanischen Land bekannt. ELN steht für Ejército de Liberación Nacional (nationale Befreiungsarmee). Sie ist weit kleiner als die linken FARC-Rebellen, die vor einem Friedensschluss mit der Regierung stehen, auch die ELN will verhandeln. Sie ist in Drogenschmuggel und Schutzgelderpressung verwickelt und verfügt über rund 2000 Kämpfer.

sda-ats

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