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Tranquillo Barnetta feiert beim FC St. Gallen einen starken Einstand. Der Rückkehrer überzeugt gegen Angstgegner Vaduz auf Anhieb. Dennoch bleibt der FCSG beim 1:1 gegen Vaduz abermals ohne Sieg.

Der zurückgekehrte Sohn war der überragende Akteur vor der Vaduzer Rekordkulisse von 5849 Personen. Im Startfurioso der St. Galler traf der quirlige Barnetta in der 11. und 12. Minute den Pfosten. Der 75-fache internationale war auch der Vorbereiter des sechsten Saisontreffers von Albian Ajeti in der 40. Minute. Dennoch blieb der Fluch des FC St. Gallen gegen Vaduz bestehen. Auch im 11. Anlauf in der Super League vermochten die Ostschweizer im Nachbarderby gegen die Liechtensteiner nicht zu gewinnen. Das 1:1 war gerecht.

Den zu knappen Rückstand bis zur Pause korrigierte Moreno Costanzo mit einer feinen Einzelleistung in der 82. Minute zum verdienten 1:1-Ausgleich. St. Gallens Abwehrchef Karim Haggui sah sehr unvorteilhaft aus. "Wir haben den Punkt nicht gestohlen und damit einen Fehlstart vermieden", meinte Vaduz-Trainer Giorgio Contini. "Bereitschaft und Solidarität wurden belohnt. Wir wurden vor der Pause durchgeschüttelt, haben uns aber gesteigert, den Ausgleich gesucht und gefunden."

Tranquillo Barnetta selbst wusste nach seiner geglückten Rückkehr nicht ganz, ob er zufrieden sein soll oder nicht. "Wir hätten in der ersten Halbzeit 2:0 oder 3:0 führen und den Sack vorzeitig zumachen müssen. Da spielten wir ausser der Effizienz so wie wir uns vorgenommen hatten. Nach dem Wechsel standen wir zu weit vom Gegner weg, vermochten weniger Druck zu überzeugen und konnten letztlich froh sein, nur ein Gegentor erhalten zu haben."

Die beiden Halbzeiten waren völlig unterschiedlich. In den ersten 45 Minuten trumpfte St. Gallen aggressiv auf, kombinierte gekonnt, erzeugte mit Tempo unheimlich Druck. Vaduz war völlig überfordert. "Wer aber vier, fünf hochkarätige Chancen nicht nutzt, wird bestraft", konstatierte St. Gallen-Trainer Joe Zinnbauer. "Nach der Pause wollten wir clever spielen, Gegner und Ball kontrollieren, verloren aber alle zweiten Bälle."

Der Ärger war dem FCSG-Trainer anzusehen, der unbedingt erfolgreich zur Rückrunde starten wollte. Vaduz deckte aber Posititionsschwächen und nachlassende Zweikampfstärke in der St. Galler Abwehr auf. Solche Mankos kann auch Barnetta allein nicht korrigieren.

Vaduz - St. Gallen 1:1 (0:1)

5849 Zuschauer. - SR Amhof. - Tore: 40. Ajeti (Barnetta) 0:1. 82. Costanzo (Grippo) 1:1.

Vaduz: Siegrist; Hasler, Bühler, Grippo, Borgmann; Kukuruzovic, Muntwiler, Ciccone (62. Zarate); Costanzo; Burgmeier (46. Schürpf), Avdijaj (87. Mathys).

St. Gallen: Lopar; Hefti, Haggui, Schulz (86. Wiss); Toko, Gelmi (73. Salihovic); Aratore, Wittwer; Barnetta; Buess, Ajeti (75. Tafer).

Bemerkungen: Vaduz ohne Brunner (gesperrt), Felfel, Janjatovic, Pfründer, Strohmaier (alle verletzt), Cecchini und Stanko (beide nicht im Aufgebot). St. Gallen ohne Angha (verletzt), Mutsch, Gouaida und Babic (alle nicht im Aufgebot). 73. Einstand von Sejad Salihovic. 11. und 12. Pfostenschüsse von Barnetta. Verwarnungen: Muntwiler und Toko (beide Unsportlichkeit), 33. Schulz, 42. Aratore, 70. Avdijaj (alle Foul), 70. Haggui (Reklamieren). 89. Wiss (Foul).

SDA-ATS