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Aus Tramgleisen werden Velowege. Im Tessin ist das Teil einer neuen Mobilitätsstrategie des Kantons.

(sda-ats)

Velofahrer werden im Tessin wenig verwöhnt. Das Wegnetz ist im Vergleich zur Deutschschweiz schwach ausgebaut und der Motorverkehr meistens dicht. Der Umbau von alten Tramstrecken schafft jetzt zumindest ein bisschen Abhilfe.

Für 1,7 Millionen Franken soll ab diesem Monat ein Teilabschnitt der 1967 stillgelegten Tramstrecke Lugano-Tesserete zu einem Veloweg umgebaut werden. Dies teilte das Tessiner Raumdepartement am Donnerstag in einem Communiqué mit.

Für den Umbau des zunächst zwei Kilometer langen Velowegs müssen drei Brücken zumindest teilweise renoviert werden. Sie wurden 1912 für die Strecke gebaut und weisen laut dem Raumdepartement "deutliche Altersspuren" auf.

Bereits im April 2016 wurde der erneuerte Veloweg im Maggiatal eröffnet. Die 40 Kilometer lange Route führt ebenfalls zu grossen Teilen auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse. Das Projekt gewann in diesem Jahr den Anerkennungspreis "Prix Velo", der von Pro Velo Schweiz vergeben wird.

Die Jury überzeugte das "beispielhafte Gemeinschaftswerk", welches sowohl touristischen Zwecken als auch dem Alltagsverkehr diene. Es war das erste Mal, dass ein Projekt in der italienischen Schweiz mit einem solchen Preis ausgezeichnet wurde.

sda-ats

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