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Der Schweizer Hochbau schwächst sich gemäss einer Studie der Bakbasel im laufenden Jahr ab. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

2016 dürfte für den Hochbau in der Schweiz ein Jahr mit angezogener Handbremse werden. Die Konjunkturforscher von Bakbasel erwarten nur ein Wachstum von 0,6 Prozent nach einer Zunahme von 2 Prozent 2015. Schwungvoller soll es 2017 weitergehen.

Im laufenden Jahr bremsen etliche Faktoren die Baukonjunktur, wie die Forschungsstelle Bakbasel am Donnerstag schreibt. In vielen Regionen dämpfen die mittlerweile hohen Preise die Wohnungsnachfrage und die Zuwanderung hat nachgelassen.

Im Alpenraum herrscht nach wie vor Baukater nach der angenommenen Zweitwohnungsinitiative. Im Firmenbau bremsen die Unsicherheiten wegen der Masseneinwanderungsinitiative und der Unternehmenssteuerreform III sowie die Frankenstärke. Im Infrastrukturbau ist nach dem Boom der Vorjahre mit geringerem Wachstum zu rechnen.

Baugesuche ziehen an

Ein Rückgang der Bauinvestitionen ist dennoch nicht zu erwarten. Zuletzt nämlich zogen die Baubewilligungen und -gesuche vor allem im Wohnbau wieder an. Zudem bleibt der Immobilienmarkt für Investoren angesichts der tiefen Zinsen und der beschränkten Anlagemöglichkeiten attraktiv.

2017 wird es dann wieder steiler aufwärts gehen, heisst es in der Hochbauprognose weiter. Die Hochbauaufwendungen dürften um 1,7 Prozent wachsen. Die gestiegene Zahl der Baubewilligungen dürfte sich in einer nochmals kräftig steigenden Wohnbautätigkeit niederschlagen.

Im Infrastrukturbau sind immer noch viele Spitalprojekte in der Pipeline, die 2017 für neuen Schwung sorgen dürften. Im Bau von Firmengebäuden dürfte die Entwicklung hingegen flau bleiben. Die Baugesuche deuten zwar auf mehr Neubauten hin. Zugleich aber sinken die Ausgaben für Umbauten und Renovationen.

Gedämpftes Wachstum ab 2018

Von 2018 bis 2020 prognostiziert Bakbasel eine Zunahme der Hochbauaufwendungen um 0,9 Prozent im Jahr. Damit fällt die Dynamik geringer aus als in den letzten Jahren.

Der Wohnbau wird von Bevölkerungswachstum und steigendem Einkommen der Haushalte angekurbelt. Das dürfte aber die erwartete Zinswende bremsen. Auch ist davon auszugehen, dass der Anlagenotstand schwindet.

Beim Betriebsbau rechnet Bakbasel mittelfristig mit einem Wachstum von 0,8 Prozent im Jahr. Zwar stützen die intakten Aussichten für die Wirtschaft, doch bei anziehenden Zinsen wird die Finanzierung teurer. Zudem haben sich Überkapazitäten etwa bei den Büros und den Verkaufsflächen aufgetürmt.

Der Infrastrukturbau hat mit einem Anstieg von 1,6 Prozent im Jahr die besten Aussichten. Den Ausschlag geben diverse grosse Spitalprojekte, die Kantone planen.

sda-ats

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